Hötensleben l Neue Sportstätte, neuer Wende- und Parkplatz und die Aussicht auf einen neugepflasterten Schulhof – alles tolle Nachrichten für die Grundschule, doch die eine frohe Kunde am Rande war es, die bei Schülern wie Pädagogen wahre Gefühlswallungen lösten. Verbandsbürgermeister Frank Frenkel hatte soeben am Mikrofon geäußert, dass „die Schulsozialarbeit aller Wahrscheinlichkeit nach über den Sommer hinaus fortgeführt werden kann.“ Jubel brach aus – und Sekunden später, als der offizielle Teil zur Einweihung der sanierten Busschleife beendet war, bildeten sich Trauben von Kindern um Kai Bögelsack. Sie wollten ihren Schulsozialarbeiter herzen, ihm sagen, wie sehr sie sich freuen, dass sie ihn nun wohl doch behalten werden. Auch die Lehrkräfte zeigten sich erleichtert und umarmten ihren Kai.

„In Abstimmung mit dem Landkreis und dem Paritätischen als Träger der Schulsozialarbeit haben sich die Gemeinden als Träger der Grundschulen auf ein Finanzierungskonzept bis zum Jahresende geeinigt. Ich denke, das Land wird jetzt nachziehen“, erklärte Frenkel im Gespräch mit der Volksstimme. Die Verbandsgemeinde Obere Aller bringe gut 30.000 Euro auf, um die Schulsozi-Stellen in Hötensleben und Ummendorf für ein weiteres halbes Jahr zu erhalten.

Pausenhof wird neu gepflastert

So war aus dem ohnehin schon sehr feierlich geprägten Schultag einer mit Sahnehäubchen geworden. Eigentlicher Anlass nämlich war die nun offizielle Inbetriebnahme der über mehrere Monate hinweg sanierten Schulsporthalle nebst der Übergabe des etwas jüngeren Bauprojekts an der schuleigenen Bushaltestelle. „Wir alle waren sehr froh, als nach fast sechsmonatiger Bauzeit am 1. April 2019 unser neuer Buswendeplatz endlich genutzt werden konnte“, sagte Schulleiterin Heike Kirchner. Die Schüler zelebrierten den von Drittklässlerin Lena Brasche vollzogenen Scherenschnitt mit flotten Instrumental- und Tanzeinlagen, und Frank Frenkel brachte in seinem Grußwort an die Schule „Dank für die Geduld und Leidensfähigkeit“ zum Ausdruck.

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Die Modernisierung der Sporthalle – Kostenpunkt rund eine Million Euro, zu 90 Prozent landesgefördert – hatte fast das ganze Jahr 2018 in Anspruch genommen. „Jetzt“, merkte Frenkel an, „ist ein weiterer Meilenstein in der Oberen Aller gesetzt.“ Er führte dazu auch die Investitionen in den Schulsportplatz sowie in die Digitalisierung an. Insgesamt seien somit etwa 1,25 Millionen Euro geflossen, um die Grundschule, an der über 150 Mädchen und Jungen unterrichtet werden, baulich wie inhaltlich auf modernem Stand zu halten.

Ein paar Tausender sollen laut Verbandsgemeindebürgermeister in Kürze noch draufgepackt werden. Demnach werde ein Großteil des Pausenhofs noch in diesem Jahr neu gepflastert. Das betrifft jene Fläche, die noch mit den alten, teils maroden Betonplatten gedeckt ist.