Klein Wanzleben l Unter der Überschrift „Lasst uns gemeinsam die Welt retten!“ sucht der Klein Wanzleber Michael Schulze Frauen und Männer für das gemeinsame Imkern. „In Sachsen-Anhalt leben zurzeit etwa 70.000 Bienenvölker weniger als 1990“, verdeutlicht Schulze, der in dem Zuckerdorf die Brockenblick-Imkerei betreibt. Um das Bienensterben zu stoppen, bietet Schulze jetzt Kurse an, bei denen er die bis zu zehn Teilnehmer als Imker durch das Bienenjahr begleitet.

Michael Schulze kümmert sich an der Grundschule Klein Wanzleben ebenso um den Imkernachwuchs. An der Schule leitet er die Arbeitsgemeinschaft der Bienen- und Naturfreunde. Die sechs Mädchen und Jungen der Klassen zwei bis vier sind mit viel Eifer dabei. In der Winterpause haben sie unter anderem aus Holz die Rähmchen für die Waben in den Bienenstöcken zusammengebaut. Allerdings seien die Bienen der Klein Wanzleber Kinder schlecht über den Winter gekommen, berichtet Schulze. Lediglich zwei Völker seien übrig geblieben, so dass Schulze aus seinem Bestand an Bienen für Ersatz sorgen werde.

Jedoch kann die Arbeitsgemeinschaft auch Erfolge präsentieren. Im vergangenen Bienenjahr stellten sie ihren ersten eigenen Kinderhonig her. Nach einem Wettbewerb, bei dem 23 Vorschläge eingereicht wurden, entschieden sich die Kinder, ihren Honig auf den Namen „Das süße Wissen“ zu taufen. Abgefüllt in 250-Gramm-Gläschen fand der Honig begeisterte Abnehmer.

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Nach der Winterpause sind die Bienen- und Naturfreude auf dem Gelände der Grundschule Klein Wanzleben umgezogen. Sie verlagerten ihren Sitz vom vorderen Teil des Schulhofs in den hinteren Bereich. „Die Stadt Wanzleben hat uns eine alte Verkaufshütte zur Verfügung gestellt“, sagt Schulze. Diese Hütte haben die Kinder jetzt mit farbigen Motiven angemalt. In ihr haben nunmehr die Bienenvölker der Grundschüler ihr zu Hause. Vor der Hütte haben die Kinder zudem ein Insektenhotel für kleine Tiere gebaut. Darin wohnt unter anderem eine Erdhummel, die die Kinder liebevoll auf den Namen „Hummel Maja“ getauft haben.