Groß Rodensleben l Etliche Einwohner Groß Rodenslebens ließen sich bei der jüngsten Runde mit Ortsbürgermeister Jürgen Wichert in der guten Stube auf dem Heimathof in der Bauernstraße heißen Kaffee und leckeren, selbstgebackenen Kuchen schmecken. Zu all den Leckereien versorgte Wichert seine Gäste mit neuesten Informationen aus der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde.

Als besonderen Gast konnte Wichert den Dreileber Volker Limburg begrüßen, der die Chronik von Groß Rodensleben und Hemsdorf im vergangenen Jahr herausgab. Limburg stellte den Gäste das Entstehen der Chronik vor.

Alle Exemplare sind verkauft

Volker Limburg ist Ministerialdirigent außer Dienst, hat ab 1999 das Landeskriminalamt in Sachsen-Anhalt mit aufgebaut und bis 2012 zu seiner Pensionierung den Landesverfassungsschutz geleitet. In seinem beruflichen Ruhestand widmet sich der heute 68-Jährige, der in Dreileben wohnt, der Geschichte seiner Heimat.

Bilder

Nachdem Limburg die Chronik von Drackenstedt und Druxberge geschrieben hatte, widmete er sich einem neuen Projekt, der Ortschronik von Groß Rodensleben/Hemsdorf. Wie Limburg bei der Kaffeerunde sagte, stamme die Chronik vom damaligen Pfarrer Friedrich August Fürer, der sie 1860 verfasste. Dieses geschichtliche Werk des 16. evangelischen Pfarrers von Groß Rodensleben lag 125 Jahre lang im Archiv der Kirchengemeinde. Anfang der 1990er Jahre wurde das handschriftliche Manuskript mit der Schreibmaschine erfasst.

Limburg hatte bei seiner Arbeit an der Drackenstedter Chronik von Fürers Werk erfahren. „Ich fand, dass dieses Werk vielen Leuten zugänglich gemacht werden muss“, sagte er. In der Groß Rodensleber Gemeindekirchenratsvorsitzenden Annette Rein fand Limburg eine Verbündete, so dass er sich an die Neubearbeitung der Chronik machte, die 2017 fertig wurde. Limburg ergänzte das Werk mit vielen Bildern und einer Schulchronik. Mittlerweile sind alle Exemplare der Chronik verkauft. Beim Kaffeenachmittag ließen sich etliche Groß Rodensleber ihre Exemplare von Volker Limburg signieren.