Wanzleben (sk) l Wer sich am Freitagmorgen (6. März) über ungewöhnliche Schussgeräusche in Wanzleben wunderte, hat ganz richtig gehört. Im Landkreis Börde fielen Schüsse. Allerdings war dies kein Fall für die Polizei. Es war lediglich eine Schallkanone.

Im vergangenen Jahr 2019 siedelten sich Saatkrähen auf dem Friedhof in Wanzleben an. Da Saatkrähen unter Naturschutz stehen, dürfen sie nicht einfach vertrieben werden. Die Stadt Wanzleben stellte daher einen Antrag auf Vergrämung bei der oberen Naturschutzbehörde. Im Januar 2020 entfernte eine Fachfirma die vorhandenen Nester aus den Bäumen des Friedhofes, doch die Krähen ließen sich nicht vertreiben und bauten neue Nester.

Also musste eine neue Lösung her - eine akustische. Nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde durfte nun eine Schallkanone eingesetzt werden. Das Knallschussgerät hat einen Schallpegel von 120 Dezibel und ist mit einem Presslufthammer oder einem Gewitterdonner zu vergleichen. Da die Kanone um 90 Grad rotiert und die Schüsse in unregelmäßigen Abständen erfolgen, kommt jeder Knall aus einem anderen Winkel.

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