Wanzleben l Im Herbst laufen die Frauen der Patchworkkurse der Kreisvolkshochschule in Wanzleben zur Hochform auf. Nach sechs Unterrichtseinheiten konnten sie erst vor wenigen Tagen ihren Kurs unter dem Thema „Quadrat-Raum“ erfolgreich abschließen. Hübsche farbenfrohe Wandbehänge und Tischläufer sind mit viel Fleißarbeit entstanden. „Es gehört auch viel Heimarbeit dazu, ohne die ist das gar nicht zu schaffen“, sagte Kursleiterin Erika Koch.

Die acht Teilnehmerinnen schätzen aber besonders die Farbauswahl, das Zuschneiden, das Nähen und auch mal das Auftrennen in Gemeinschaft. Wenn sie an einer Stelle nicht weiterkommen, hilft nicht nur die Kursleiterin, sondern auch die anderen Teilnehmerinnen mit guten Ratschlägen weiter. Einige von ihnen sind bereits „alte Hasen“ im Patchwork und lernen trotzdem in jedem Kurs bei Erika Koch noch etwas Neues dazu. „Zu Hause wäre ich verzweifelt“, sagte Kursteilnehmerin Friederike Eichstaedt, die ihre farbigen Quadrate auf Anraten der Mitstreiterinnen schließlich mit einem grauen Untergrund zu einem schönen Wandbehang kombiniert hatte.

Patchwork-Frauen vollen Lobes

Voll Lobes sind die Patchwork-Damen jetzt über den neuen Kursraum im Wanzleber Börde-Gymnasium. Aufgrund von Sanierungsarbeiten an der Grundschule „An der Burg“ stand ein Umzug für die Kreisvolkshochschule an. Jede hat jetzt einen großen Tisch mit integrierten Steckdosen für die Nähmaschine und auch das Licht ist für das Arbeiten angenehm. Daran, dass sie sich nun beim Nähen nicht mehr in die Augen gucken können, da sie nicht mehr im Kreis sitzen wie früher, werden sie sich schnell gewöhnen. Die Pause in der Ferienwoche hat sich sogar positiv ausgewirkt. „Da kann man zu Hause mehr schaffen“, erklärte Edeltraud Ast.

Doch kaum war der Kurs rund um die Quadrate abgeschlossen, forderte Erika Koch die Patchwork-Liebhaberinnen schon unter dem Titel „Hakenband“. Und auch hier hat jede Teilnehmerin sechs Wochen lang die Möglichkeit, je nach Wissensstand den Schwierigkeitsgrad bei ihren Arbeiten zu wählen. „Nur farblich müssen die zusammengenähten Teile passen“, unterstrich Erika Koch, die auch neue Kursteilnehmerinnen immer wieder herzlich willkommen heißt. Passend zur Jahreszeit wird im aktuellen Kurs auch Zeit für weihnachtliche Patchwork-Kreationen sein.

Nach dem Umzug von der Wanzleber Grundschule „An der Burg“ bietet die Kreisvolkshochschule Börde mittlerweile ihre Kurse im Börde-Gymnasium Wanzleben an. Weil im Keller der Wanzleber Grundschule „An der Burg“ wegen des Umbaus der Räume für Hort und Schulspeisung Platz benötigt wurde, musste die Kreisvolkshochschule Börde mit Ende des vergangenen Semesters ausziehen. Mit Beginn des neuen Semesters bietet die Bildungsstätte für Erwachsene ihre Kurse nunmehr in Räumen des Börde-Gymnasiums Wanzleben an. Beide Bildungseinrichtungen liegen in der Trägerschaft des Landkreises Börde.

Froh über neue Kursräume

Sylvia Wolf, Leiterin der Kreisvolkshochschule Börde, und ihre Programmbereichsleiter Manuela Kohlheim (Gesundheit, Gesellschaft, Politik, Umwelt) und Ioannis A. Panteleon (Kultur, Sprachen) sind sehr froh darüber, im Börde-Gymnasium Wanzleben eine neue Heimstätte und in Direktorin Susanne Pichottky eine verlässliche Partnerin gefunden zu haben.

Das Gymnasium Wanzleben profitiere vom Einzug der Kreisvolkshochschule, so Direktorin Susanne Pichottky. Durch die Kurse am Abend seien längere Öffnungszeiten des Gymnasiums möglich, so dass zum Beispiel der Elternrat seine Versammlung direkt in der Schule abhalten könne. Auch würden die Schüler die Laptops der Kreisvolkshochschule später im Unterricht nutzen können.

Die Kreisvolkshochschule legt einen neuen Kurs auf, an dem auch Einwohner der Stadt Wanzleben-Börde teilnehmen können. In vielen Bundesländern haben Beschäftigte in der Regel Anspruch auf fünf Tage bezahlten Sonderurlaub im Jahr für ihre individuelle berufliche Weiterbildung, auch Bildungsurlaub genannt. Ende November hat die Kreisvolkshochschule Börde eine Bildungsurlaubsveranstaltung am Standort Oschersleben geplant, die sich über eine ganze Woche erstreckt. Am Montag, 25. November, um 8 Uhr beginnt unter der Leitung des Yogalehrers und Yogatherapeuten Thomas Czyrnik ein Kurs aus dem Gesundheitsbereich zum Thema „Ganzheitliches Stressmanagement“. Fünf Tage lang widmen sich die Teilnehmer unter der professionellen Anleitung dem ganzheitlichen Stressmanagement. Woher kommt überhaupt der Stress? Wie macht er sich bemerkbar? Wie reagieren Körper und Geist auf physische und psychische Anspannungen? Das sind die Fragen, die der Lehrgang beantworten möchte.

Informationen zum Kurs und zur Anmeldung unter Telefonnummer 03949/2350 und im Internet auf der Homepage der Kreisvolkshochschule.