Osterweddingen l Aufgrund von Lieferschwierigkeiten hatten Gemeinde und Spielplatzinitiative auf die Anlieferung des Kinderkarussells lange warten müssen. Deshalb sollte der Aufbau umso schneller vonstatten gehen.

Während die Mitarbeiter der Abteilung Soziales der Gemeinde Sülzetal alle Hebel in Bewegung setzten, um das Spielgerät sachgerecht installieren und prüfen zu lassen, wirbelte Betriebshofmitarbeiter Peter Fröhlich bereits auf dem Spielplatz im Osterweddinger Schulpark und hob für das Fundament ein entsprechend großes Loch aus. Dieses befüllten tags darauf die Mitglieder des KHV Osterweddingen, Steffen Hermann, Sebastian Ruffert, Günther Schulz und Kay Stoye von der Freiwilligen Feuerwehr Osterweddingen mit Spezialbeton und gossen den Fundamentsockel. Sie alle waren spontan einem Aufruf der Initiativemitglieder Birgit Wasserthal, Marco Falkenberg und Liane Samland gefolgt.

Prüfer muss noch abnehmen

„Übers Wochenende war dann der Beton ausgehärtet und das Karussell konnte montiert werden“, berichtet Liane Samland weiter. Mit vereinten Kräften wurde das Spielgerät auf den Platz getragen und mit Bohrmaschine und Wasserwaage machten sich die Arbeiter ans Werk und befestigten das Karussell auf seinem Sockel.

Aufmerksam beobachtet wurden sie dabei von den Schulkindern der angrenzenden Grundschule. Neugierig äugten sie über den Zaun und freuten sich, dass sie nun nach der Schule auch in ihrer Freizeit dieses tolle Karussell nutzen können. Auch eine Kindergartengruppe, die auf ihrem Spaziergang durch den Park vorbei kam, erkundigte sich interessiert, was die Männer dort machten und ob man das Spielgerät gleich testen könnte.

„Letzteres ist erst möglich, wenn noch Erde um das Karussell aufgefüllt wurde und am Mittwoch der Spielplatzprüfer sein Okay gibt“, lässt Saskia Steuer die Kinder wissen. Eine erste Testfahrt absolvierten die Helfer noch selber, schließlich mussten sie prüfen, ob alles stabil und sicher ist. „Und die Männer hatten dabei sichtlich Spaß dabei“, erzählt Liane Samland schmunzelnd. Als Überraschung überbrachte sie im Namen des Ortschaftsrates und der Gemeinde eine kleine Stärkung in Form von Mettbrötchen, Kaffee und kalten Getränken, die freudig aufgenommen wurde.

Teilnahme an Online-Wettbewerb

Ortsbürgermeisterin Birgit Wasserthal (CDU) bedankte sich persönlich vor Ort bei den fleißigen Helfern und freute sich mit ihnen über das weitere Wachsen des Spielplatzes. Es sei längst nicht mehr üblich, dass sich Freiwillige melden, den Ort zu verschönern und somit auch die Lebensqualität für alle zu verbessern, verkündete sie.

„Wir sind alle froh, dass es die Fanta-Spielplatz-Initiative gibt“, schätzt Liane Samland ein. „Sie ist ein wahrer Segen für unsere Plätze und so wollen wir auch in diesem Jahr wieder am neu ausgeschriebenen Wettbewerb teilnehmen.“

Dieses Mal wurden insgesamt vier Spielplätze aus dem Sülzetal angemeldet. Und so gehen Ende August die Plätze der Ortschaften Bahrendorf, Hinterm Nessen, Langenweddingen, An der Heube, Osterweddingen, Am Park, und der Sülldorfer Spielplatz in das Rennen, welches die Initiative ausgeschrieben hat. „Bis zum 30. September heißt es wieder, kräftig für alle vier Standorte abzustimmen“, sagt Liane Samland. „Mit etwas Glück können unsere Plätze saniert oder erweitert werden.“

Im vergangenen Jahr hat das allein für drei Orte des Sülzetals geklappt (Volksstimme berichtete). „Da Mehrfachabstimmungen möglich sind, kann jeder einmal täglich sein Votum für alle drei Orte abgeben“, erklärt Liane Samland weiter. „Die 150 Spielplätze mit den meisten Stimmen gewinnen. Es gibt Geldbeträge von 1000 bis 10.000 Euro, die am Ende ausgeschüttet werden. Das sollten wir nutzen. Das Sülzetal hat 9000 Einwohner, zusammen können wir es schaffen, dass unsere Gemeinde noch kinderfreundlicher wird.“