Coronavirus

Sportler hoffen auf weitere Erleichterungen

Wie wird die Saison beendet? Wie kann man Aktivitäten planen? Diese Fragen treiben die Vereine im Sülzetal um.

Von Von Udo Mechenich

Sülzetal l Das Training in den Vereinen ist wieder erlaubt, mit Auflagen. Den Einschränkungen zufolge ist Sport nur im Freien und in Gruppen von maximal fünf Menschen erlaubt. Ein Kontakt muss ausgeschlossen sein. Wettkämpfe bleiben weiterhin verboten. Umkleidekabinen und Sportgaststätten sind gesperrt. Keine Zuschauer. Möglich sind Leichtathletik, Rudern, Reiten und Tennis. Auch Fußball-Training ist in Kleingruppen erlaubt. Hier muss ein 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden.

Der Sportverein 1889 Altenweddingen (SVA) hat die Gemeinde Sülzetal darum gebeten, unter Einhaltung eines eigenen Konzeptes den Sportplatz wieder für den eingeschränkten Trainingsbetrieb freizugeben. Die Umkleidekabinen am Sportplatz bleiben dabei geschlossen. „Dies wäre zwar nicht optimal, aber wenigstens mal wieder ein Start bei der Abteilung Fußball“, meint der SVA-Präsident, Stefan Lipke.

Die Abteilungen des SVA mit Hallenbetrieb seien natürlich enttäuscht über den weiteren Ausfall vom Trainingsbetrieb. „Alle waren bis jetzt sehr diszipliniert, aber der Unmut wird größer. Die weiterhin geltenden Einschränkungen betreffen einen großen Teil von unserem SVA: Billard, Tischtennis, Volleyball und Kegeln“, erklärt Lipke weiter. Vielleicht könnte der SVA bei einer positiven Antwort von Bürgermeister Methner beispielsweise den Abteilungen Fitness, Aerobic und Kindertanz Freiluftsport auf dem Sportplatz ermöglichen.

„Insgesamt ist Corona für unseren Sportverein sehr schwierig. Wie wird die Saison beendet? Wie kann man die neue Saison planen? Wann ist wieder der komplette Trainingsbetrieb möglich?“, zählt Lipke die dringendsten Fragen auf. Trotzdem sei der SVA froh über die ersten Lockerungen.

Die derzeitigen Möglichkeiten seien für die Mannschaftssportarten, speziell also auch den Handballsport, in Langenweddingen noch schwierig, urteilt die Vorsitzende des Sportvereins Langenweddingen, Nadine Hentrich. „Die Sportanlagen sind weiterhin gesperrt. Der Handball ist eine Kontaktsportart. Derzeit bleibt uns nur das individuelle Training für die Spieler im Bereich von Kraft und Kondition allein oder mit der Familie im Freien.“ Dies werde durch Übungsvorgaben von den Trainern und Anleitung in Form von Videos durch den „Deutschen Handballbund“ (DHB) unterstützt.

Nadine Hentrich: „Die Trainer beraten derzeit, wie mit einem Stufenplan die Rückkehr in den Handballsport und ein Training im Rahmen der Möglichkeiten von kleinen Gruppen bis zu fünf Personen im Außenbereich sinnvoll umgesetzt werden kann.“

Als einen Anfang bezeichnet auch der Vorsitzende des Osterweddinger Sportvereins (OSV), Marco Falkenberg, die Bestimmungen aus Magdeburg. „Wir hoffen, dass es nach und nach weitere Lockerungen geben wird. In Absprache mit dem Abteilungsleiter Fußball, Nils Zabel, wird der Trainingsbetrieb nun wieder aufgenommen. Natürlich werden wir uns an die geltenden Auflagen halten“, kündigt er an.

Für die Fußballer bedeuten die geltenden Auflagen, dass zunächst einmal Zweikampftraining absolut tabu ist. Nur so ist der geforderte Abstand, untereinander einzuhalten. Hier heißt es zunächst Pass- und Ausdauertraining.

Die Trainer des OSV wurden alle informiert und sind angewiesen, sich an die geltenden Anordnungen zu halten. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn für die Fußballer nicht nur Training angesagt ist, sondern sie sich mit anderen Mannschaften wieder messen können. Wie der Spielbetrieb im Herrenbereich geregelt wird, ist bis heute noch nicht geklärt“, kritisiert der OSV-Vorsitzende Falkenberg. Sein Verein warte auf Information des Verbandes.

Wird die Saison weitergeführt, abgebrochen oder sogar annulliert? Das sei die zentrale Frage. Marco Falkenberg: „Wir vertrauen darauf, dass die Saison 2020 nicht annulliert wird. Dies würde unsere Fußballer den Aufstieg kosten.“ Aktuell erarbeite der Osterweddingener Sportverein gerade das Konzept für die Nutzung seines Sportplatzes.