Wanzleben l Die kleinen weißen Bälle aus Kunststoff schwirrten in der Turnhalle der Wanzleber Grundschule „An der Burg“ an der Lindenpromenade ohne Unterlass über die grünen Tischtennisplatten. Der Tischtennisclub Wanzleben hatte aus Anlass seines 25. Geburtstags zu einem Jubiläumsturnier eingeladen. Dazu konnten die Sarrestädter Tischtennisspieler aus Wanzlebens Partnergemeinde Augustdorf in Nordrhein-Westfalen und aus Nünchritz in Sachsen begrüßen.

„Mit den Augustdorfer Sportfreunden verbindet die Wanzleber seit über 28 Jahren mehr als nur eine Sportfreundschaft“, sagte Uwe Baier vom Tischtennisclub Wanzleben. Davon konnten sich der Bürgermeister der Stadt Wanzleben-Börde, Thomas Kluge (parteilos), und der Ortsbürgermeister von Wanzleben, Tino Bauer (Linke), überzeugen. Beide Kommunalpolitiker haben es sich nicht nehmen lassen, die Turnierteilnehmer persönlich in der Turnhalle zu begrüßen.

Sport verbindet Partnerstädte

Dabei wünschten Bauer und Kluge nicht nur sportliche Erfolge, sondern betonten auch die verbindende Wirkung des Sports sowie die Bedeutung einer lebendigen Städtepartnerschaft zwischen Wanzleben und Augustdorf. Diese sportliche und freundschaftliche Partnerschaft zwischen den aktiven Tischtennisspielern ist eine der wenigen lebendigen Verbindungen zwischen den beiden Gemeinden in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

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Nach spannenden Spielen in diesem Zweiermannschaftsturnier konnte sich Wanzleben I im Finale knapp vor Nünchritz I behaupten. Den dritten Platz erspielte sich die Mannschaft von Nünchritz II. „Anschließend wurde im Haus der Vereine kräftig gefeiert, viele Neuigkeiten ausgetauscht und Freundschaften vertieft“, sagte Baier. Dabei wurden für das kommende Jahr auch Einladungen nach Augustdorf und Nünchritz ausgesprochen, die die Wanzleber gern angenommen haben.

Sportfreunde aus Augustdorf sind mit dabei

„Der Tischtennisverein Schwalbe aus Augustdorf hat schon 28 Jahre lang Kontakte zum Tischtennisclub Wanzleben. Unser Verein besteht seit 25 Jahren und ich konnte ihm nicht nur gratulieren, sondern auch die Sportfreunde aus Augustdorf auf der Grundlage des neuen Partnerschaftsvertrages begrüßen“, sagte Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge zur Volksstimme. Deutlich wurde beim Turnier auch, dass ebenso in Augustdorf das Interesse an einer lebendigen Partnerschaft bestehe.

Hauptziel sei es nunmehr, die Partnerschaft auf die gesamte Stadt Wanzleben-Börde auszudehnen, weil es diese nach den Worten der Partnerschaftsurkunde vom 3. November 1990 nur allein für die Ortschaft Stadt Wanzleben gegeben habe. Als ein Ergebnis der Gründung der Einheitsgemeinde sollte sich dieses auch im Bereich der Partnerschaft zur Gemeinde August widerspiegeln.

Partnerschaft soll ausgedehnt werden

Ziel des neuen Vertrages über Partnerschaft und Zusammenarbeit sei die Weiterführung beziehungsweise Wiederbelebung der Beziehungen von Organisationen, Vereinen, Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürger von Wanzleben und Augustdorf. Der neue Vertrag wurde im April dieses Jahres abgeschlossen und zuvor von beiden Gemeinderäten beschlossen.

„Ich habe privat im August eine Radtour mit meinem Amtskollegen Andreas J. Wulf durch Augustdorf und die Senne unternommen, unsere Frauen waren auch dabei“, erzählte Kluge von ersten Kontakten nach Nordrhein-Westfalen. Das Kennenlernen von Kommunalpolitikern beider Gemeinden solle noch in diesem Jahr erfolgen, ein Termin sei noch nicht vereinbart. Da viele Themen von der Haushaltssitution über die Stadtentwicklung bis hin zum Vereinsleben in beiden Gemeinden ähnlich gelagert seien, freue sich die Wanzleber Seite bereits heute auf dieses Treffen mit den Bürgern aus Augustdorf.