Wanzleben l Heerscharen von Volkssportlern bevölkerten am Sonntag das Wanzleber Spaßbad. Die beliebte Sport- und Freizeiteinrichtung war Mittelpunkt des 9. Wanzleber Sparkassen Triathlons. Eingebettet in die Veranstaltung war der 4. Wanzleber Swim & Run for Kids für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren mit etwa 40 Teilnehmern.

Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) hieß die Triathleten, die aus vielen Teilen Deutschlands in die Sarrestadt gereist waren, herzlich in der Börde-Stadt willkommen. Wie der Rathauschef, der die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte, sagte, würde für die meisten Sportler nicht das Erreichen eines Podestplatzes im Mittelpunkt stehen, sondern das Erreichen der persönlichen Leistungsgrenze. Zusammen mit Wanzlebens Ortsbürgermeister Tino Bauer (Linke) reihte sich Kluge in die große Sportlerfamilie ein, die die Athleten frenetisch anfeuerte. Mit 75 Jahren ging Jürgen Eisfeld als ältester Sportler an den Start. Die weiteste Anreise nach Wanzleben hatte Tobias Dahm aus Bodolz am Bodensee. 665 Kilometer legte dieser Sportfreund zurück, um beim Triathlon in der Sarrestadt zu starten.

40 ehrenamtliche Helfer am Start

Bevor sich die erste Starterwelle in die 24 Grad Celsius angenehm temperierten Fluten des Spaßbades zum 500-Meter-Schwimmen stürzte, war es an Stefan Götze, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins Triathlon Wanzleben, die Sportler mit einigen organisatorischen Hinweisen vertraut zu machen. Etwa 40 ehrenamtliche Helfer kümmerten sich während der Großveranstaltung um das Wohl der Volkssportler. Hinzu kamen Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben, die beim Absichern der Strecke halfen. Weiterhin Polizeibeamte, die die Kreuzung am Wanzleber Ortsausgang in Richtung Bottmersdorf/Klein Germersleben absperrten. Der DRK-Kreisverband Wanzleben war ebenso mit Personal und Rettungswagen präsent, um bei Bedarf Erste Hilfe leisten zu können.

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Die Triathleten gingen gestern von 11 Uhr an in fünf Gruppen zeitversetzt an den Start. Nach der 500 Meter langen Schwimmstrecke schwangen sie sich an einem kurzen Sprint in der Wechselzone auf ihre Fahrräder, um die 23 Kilometer langen Strecke in Richtung Klein Germersleben zu bewältigen. Wieder im Spaßbad angekommen, nahmen die Sportler die abschließende 4,5 Kilometer lange Laufdistanz in Angriff. Nach mehr als einer Stunde körperlicher Höchstleistungen überquerten sie im Börde-Stadion die Ziellinie.

Einer der zahlreichen Starter aus der Region war Mathias Bartholomäus aus Wanzleben. Mit der Startnummer 201 war der 39-Jährige zum dritten Mal beim Triathlon in seiner Heimatstadt dabei. Nach einer Stunde, 11 Minuten und 59 Sekunden riss er die Arme nach oben als er im Börde-Stadion erschöpft aber überglücklich das Ziel überquerte. „Ich mache hier aus Spaß an der Freude mit“, sagte der Volkssportler, der im Ziel bereits von seiner Ehefrau und den beiden Töchtern erwartet wurde. In der Gesamtwertung kam Bartholomäus, der auch im Verein Triathlon Wanzleben ehrenamtlich mitarbeitet, auf Platz 22. Der Wanzleber Triathlon ist bei den Volkssportlern wegen seiner Familienfreundlichkeit und seinen kurzen Wegen am Veranstaltungsort rund um das Spaßbad beliebt.