Wanzleben l Die Stadt Wanzleben-Börde und die Gemeinde Egelner Mulde sind nunmehr amtliche Rechtsträger der betroffenen Straßenabschnitte der ehemaligen B 180. Das stellt der Landrat des Landkreise Börde, Martin Stichnoth (CDU), gegenüber der Volksstimme fest. Er selber und sein Landratskollege Markus Bauer (SPD) aus dem Salzlandkreis waren zu einem Treffen mit Verkehrsminister Thomas Webel nach Magdeburg gereist.

„Das Gespräch am Tisch des Ministers war sehr konstruktiv“, betont Stichnoth. „Dennoch bleibt zunächst zu konstatieren, dass das förmliche Umstufungsverfahren aus verwaltungsrechtlicher Sicht abgeschlossen ist.“ Der Landkreis Börde sei bereit, im Rahmen eines neuen Verwaltungsverfahrens über eine mögliche Höherstufung der jetzigen Gemeindestraße zu einer Kreisstraße zu verhandeln.

Bürgermeister ist froh

Die Entwicklung in diesem Fall begrüßt auch Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Er nutzte – am Rande einer Veranstaltung im Landratsamt in Haldensleben – kurzerhand die Gelegenheit, um im Nachgang des Gesprächstermins bei Thomas Webel, noch einmal persönlich mit Martin Stichnoth über die weiteren Schritte zu reden. „Da das Verfahren nun einmal abgeschlossen ist, geht eine von uns angestrebte Änderung tatsächlich nur über die Eröffnung eines neuen Verfahrens“, unterstreicht Thomas Kluge im Gespräch mit der Volksstimme. „Ich freue mich sehr darüber, dass der Landkreis Börde dies nunmehr anstrebt.“

Die geplante Umstufung war Ende Januar im Ministerialblatt veröffentlicht worden. In den betroffenen Gemeinden war diese Mitteilung schlichtweg übersehen worden. Der Termin zum 1. April kam daher für die Verantwortungsträger in der Egelner Mulde sowie der Stadt Wanzleben einigermaßen überraschend.

Zu wenige Fahrzeuge gezählt

Laut Ministerium habe sich die Notwendigkeit zur Herabstufung aus einer geringeren Verkehrsdichte ergeben. So wurden 2015 bei einer Verkehrszählung zwischen Egeln und Etgersleben noch 2300 Fahrzeuge gezählt. Davon waren 121 Lkw. Weiter in Richtung Wanzleben fiel die Belastung noch geringer aus. Hier zählten die Fachleute nur noch 600 Autos.

Die Landräte der beiden Kreise nehmen sich nun der Sache persönlich an, um die Zuständigkeit über die rund zwölf Kilometer lange Straße klar zu definieren. Die Bereitschaft zur Übernahme in das jeweilige Kreisstraßennetz hatten sie bereits im Vorfeld des Gesprächs signalisiert. „Die Umsetzung der weiteren Schritte bleibt den Landkreisen überlassen“, betont Peter Mennicke, Pressesprecher des Verkehrsministeriums.