Wanzleben l Damit die Wanzleber einmal hinter die Kulissen der Tagesgruppe des Diakonievereins Heimverbund Burghof Schönebeck blicken konnten, hatte die Gruppe um ihre pädagogische Leiterin Kerstin Kaluza-Riecke zu einem „Tag der offenen Tür“ in den Kirchgang 7 eingeladen. Die Kinder der Tagesgruppe und ihre Eltern waren bei den Vorbereitungen sehr aktiv und bereiteten beispielsweise das gesunde Büfett vor und bauten mehrere Stände auf.

„Jedes Kind betreute während des Tages einen Stand und übernahm dafür Verantwortung“, berichtete Kerstin Kaluza-Riecke. „Wir freuten uns über viele Besucher aus den Schulen, den Ämtern, andere Träger sowie Interessierte. Die Kinder waren stolz, ihre Lehrer und Freunde durch die Tagesgruppe zu führen“, berichtete die pädagogische Leiterin weiter.

Den Alltag regeln

Die Tagesgruppe Wanzleben ist in der Trägerschaft des Diakonievereins Burghof Schönebeck. In der Gruppe werden zurzeit zehn Kinder – drei Mädchen und sieben Jungen – von Sozialpädagogen nach Schulschluss und in den Ferien pädagogisch betreut. In der Tagesgruppe lernen die Kindern einen strukturierten Alltag und das Einhalten von Regeln. Sie lernen zudem wie Konflikte in der Gruppe bewältigt werden und üben sich in der Verantwortungsübernahme für sich und für andere.

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 „In der Lernzeit steht die schulische Förderung im Fokus durch Hausaufgabenbegleitung und Lernaufgaben“, sagte Kerstin Kaluza-Riecke. Die Kinder würden an vielen Prozessen wie Gruppenrunden sowie Planungs- und Auswertungsrunden beteiligt und in ihrer Mitbestimmung gestärkt.

Entspannen und sportlich sein

Weiterhin finde eine intensive Eltern- und Familienarbeit statt. In täglichen Angeboten trainieren die Kinder ihre lebenspraktischen Fähigkeiten, sind sportlich aktiv und nehmen zum Beispiel am Elbbrückenlauf Ende Mai teil. Sie lernen Entspannungsübungen oder stärken ihre sozialen Kompetenzen im pädagogischen Spielen.

Aus dieser Mitbestimmung der Kinder entwickelte sich die Idee heraus, nach dem Vorbild des Bauspielplatzes Magdeburg eigene Buden aus Holz zu bauen. „Die Kinder wollen selbst handwerklich tätig sein, sich ausprobieren und kreativ sein“, erklärte Kerstin Kaluza-Riecke.

Hilfe gesucht

Daher starteten die Kinder einen Aufruf beim Tag der offenen Tür. „Wer kann uns unterstützen oder helfen?“, fragten die Mädchen und Jungen. Sie waren auf der Suche nach einfachen Werkzeugen, Holz und auch nach Partnern, die Lust hätten, sie beim gemeinsamen Bauen zu unterstützen.

„Über den Winter hinweg ist das Bauprojekt eingeschlafen, im Frühjahr scheiterte es am Material und jetzt fragen die Kinder schon, wann es endlich los geht. Interessierte können uns gern im Kirchgang 7 in besuchen“, lud Kerstin Kaluza-Riecke in die Wanzleber Tagesgruppe ein.