Wanzleben l Doch nicht jeder hält sich immer daran. Wie gehen Wanzleber Geschäfte mit Leuten um, die keine Maske tragen wollen oder sogar von der Pflicht befreit sind?Das Tragen einer medizinischen Maske – dazu zählen OP- und FFP2-Masken – gehört nun schon zum Alltag dazu. Ob beim Einkaufen, Essen abholen oder Geld bei der Bank abheben. Der Mund-Nasen-Schutz ist und muss immer mit dabei sein. Aber es gibt auch Personen, die durch ein ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit sind und auch Personen, die einfach keine Maske tragen wollen. Die Volksstimme hat nachgefragt, wie Geschäfte in solchen Situationen reagieren.

Sicherheitspersonal überwacht Maskenpflicht

„Trägt ein Kunde keinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz, wird er freundlich von den Mitarbeitern im Markt angesprochen und auf die neue Tragepflicht medizinischer Masken hingewiesen“, berichtete etwa Amelie Weber von der Pressestelle der Edeka-Minden-Hannover. Das Unternehmen ist mit dem E-Center in Wanzleben vertreten. „Zur Kontrolle der neuen Maskenpflicht setzen die Märkte zum Teil Sicherheitspersonal ein – entweder durch externe Dienstleister oder eigenes Personal.“ Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen könne, sei nach den Landesgesetzgebungen von der Maskenpflicht befreit. Dazu zählen unter anderem Menschen mit gesundheitlichen Problemen, wenn eine Schwangerschaft besteht und bisher waren auch Kinder bis sechs Jahre von der Maskenpflicht befreit.

Keine Kompromisse bei Maskenpflicht

„Kann der Kunde dies sachlich und glaubhaft erklären, ist dies ausreichend“, heißt es weiter. In der Buchhandlung von Margit Muschter in der Schulpromenade in Wanzleben reicht eine mündliche Erklärung allerdings nicht aus. Nur bei Vorlage eines Attests dürfen die Kunden ohne Maske weiterhin im Geschäft bleiben. „Wir machen da keinen Kompromiss“, sagte Muschter. Schließlich ginge es darum, die Corona-Infektionen zu senken und die Gesundheit der Kunden und der Mitarbeiter zu gewährleisten. Abgesehen von einem Fall, bei dem ein Kunde ohne Maske in den Laden gekommen ist und kein Attest vorzeigen konnte, seien ihre Kunden sehr diszipliniert. Wer in der Buchhandlung keine Maske trägt, wird direkt darauf hingewiesen. Auch Kunden, die die Maske falsch tragen – zum Beispiel unter der Nase – werden gebeten, sie richtig aufzusetzen. Oft sind es ältere Kunden, die einfach vergessen haben, ihre Maske aufzusetzen, sagte Mutscher. Dann werden sie angesprochen und holen immer direkt ihre Maske aus der Jackentasche. Auch in den Aldi- Nord-Filialen weisen Mitarbeiter oder in Einzelfällen sogar externes Sicherheitspersonal auf die geltende Maskenpflicht hin, teilte Michael Strothoff, Pressestelle Aldi Nord, mit.

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Bußgeldbescheide bei Verweigerung

Weigern sich Kunden, eine Maske zu tragen, können die Märkte auch von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und sie dazu auffordern, den Laden zu verlassen. Schließlich sind sie dazu angehalten, die behördlichen Regelungen umzusetzen, ansonsten kann es für den Kunden als auch für das Geschäft unangenehm werden. Denn bei Verletzung der Maskenpflicht können Bußgeldbescheide ergehen, teilte Weber mit. Um dies zu verhindern, sind in den meisten Eingangsbereichen der Geschäfte Plakate und Hinweisschilder angebracht, die an das Tragen einer Maske erinnern. In den Edeka-Filialen laufen zudem noch Durchsagen über das Marktradio, teilte Weber mit.