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WanderungWintertour: Im Sonnenschein rund um Altenweddingen

Mit dem Heimatverein ging es bei auf Feldwegen rund um Altenweddingen. Vereinsvorsitzende Beate Gnotke freut sich über die große Beteiligung.

Von Udo Mechenich 13.02.2024, 06:00
An manchen Stellen stoppte die Wandergruppe und Bernd Jende machte ein paar Ausführungen.
An manchen Stellen stoppte die Wandergruppe und Bernd Jende machte ein paar Ausführungen. Foto: Udo Mechenich

Altenweddingen. - Klare Sicht. Das Thermometer zeigt satte zehn Grad an. Sonnenschein pur. Bloß ein paar kleine, weiße Wolken verzieren den Horizont. Traumhafte Bedingungen für die Winterwanderung bei Sonnenschein. Die Vorsitzende des Heimatvereins Altenweddingen, Beate Gnotke, freute sich zusammen mit Naturliebhaber Bernd Jende am Ferdinand-Döbbel-Haus weit mehr 20 Wanderfreunde begrüßen zu können. „Ich finde es toll, dass so viele unserem Aufruf gefolgt sind. Toll, dass Bernd die Wanderung vorbereitet hat“, sagte sie, „jeder packt bei uns mit an und bereichert unseren Verein durch seine Hilfe.“

Die Wanderer starteten am Vereinsdomizil am Kantorberg. Von hier aus ging es den Bornchen Feldweg entlang, dann gleich den ersten Querweg rein zur Unseburger Straße. Anschließend wieder ein Querweg bis zur Wolmirsleber Straße. Dann über den Egelschen Feldweg und wieder zurück. Insgesamt knapp 4,5 Kilometer.

Premiere für Bernd Jende

Bernd Jende hatte diese Route zusammengestellt. Er hatte zum ersten Mal diese Aufgabe übernommen. Bei der Organisation des gesamten Tages hatte ihm Martina Rabe, Pressesprecherin des Heimatvereins, geholfen. Im Anschluss an die Wanderung gab es im Döbbel-Haus Schmalzstullen und Glühwein.

„Wir haben das schon viele Jahre lang so gemacht. Helga Rejke bietet nun historische Rundgänge an. Der nächste Termin dafür ist am Sonnabend, 16. März. Dann geht es um 13 Uhr am Döbbel-Haus los. Zwei Stunden wird der Rundgang dauern. Nach ihrem Ausscheiden bei der Planung der Winterwanderung habe ich gesagt, dass diese Tradition weiterleben soll. Heute geht es um die Gemeinschaft. Jeder darf laut sein. Bei meinen Vogelstimmenwanderungen ist das eher schlecht“, beschreibt Jende, mit einem Fernglas ausgerüstet, seine Motivation.

Auf dem Weg aber musste er sich immer wieder entschuldigen. Stellenweise hatten sich die Feldwege in eine Matschlandschaft verwandelt. Knöcheltief konnte man darin versinken. „Ich habe letztes Wochenende noch mal den gesamten Weg überprüft. Da war alles prima. Aber der pausenlose Regen an den vergangenen Tagen hat doch seine Spuren hinterlassen“, entschuldigte er sich. An den matschigen Stellen lösten sich die Gesprächsgruppen auf. Alle Teilnehmer gingen hier in einer langen Schlange hintereinander im Gänsemarsch am Seitenrand voran. Wieder auf der Straße angekommen wurde dann immer erst einmal einige Male mit den Füßen kräftig aufgetreten, sodass die gröbsten Erdklumpen abfielen.

Dreckige Schuhe inklusive

Trotzdem war die Stimmung auf der ganzen Strecke rundherum gut. Auch wenn es hier und da mitunter leises Grummeln gab. Manch einer nahm Jende sogar scherzeshalber in die Pflicht: „Wenn wir im Döbbel-Haus sind, ziehe ich meine Schuhe aus. Bernd kann sie dann auf Hochglanz polieren.“ Schuldlos deutete Jende bei solchen Kommentaren zum Himmel: „Aber wir haben doch ein Super-Wetter...“

Die Vereinsvorsitzende Beate Gntoke und NaturliebhaberBernd Jende begrüßen die Wanderer vor dem Döbbel-Haus.
Die Vereinsvorsitzende Beate Gntoke und NaturliebhaberBernd Jende begrüßen die Wanderer vor dem Döbbel-Haus.
Foto: Udo Mechenich

Auch Simone Hampel und ihr Mann Heiko waren mit dabei. Sie hatten ihre beiden Hunde der Rasse Eurasier, Ghini und Cora, mitgebracht. „Hier geht es nicht um die körperliche Herausforderung. Wir gehen gemeinschaftlich spazieren und tauschen uns über Altenweddingen und andere Themen aus“, beschreibt Heiko seine Gründe für die Teilnahme.

Vereinsmitglied Bernd Klotzbach freute sich darüber, „wieder mit allen zusammen zu sein. Im Winter klappt das so ja nicht. Die große Gruppe zeigt, dass die Menschen solche Angebote jetzt wieder suchen. Diese Winterwanderung ist unser Start ins Jahr 2024. Es gibt jetzt schon das diesjährige Info-Heft des Heimatvereins. Hierin haben wir alle Angebote, die wir planen, zusammengefasst.“ Klotzbach nannte hier beispielsweise die Sternwanderungen, das Osterbasteln, die Vogelstimmenwanderungen, das Sommerfest, und die Kaffeenachmittage.

Wenn der Zufall mitspielt

Begeistert über die Zahl der Teilnehmer war auch die Pressesprecherin des Vereins, Martina Rabe. „Heute hat das Wetter uns in die Karten gespielt. Alle wollen da raus in die Natur. Es nennt sich zwar Winterwanderung, aber heute ist es eher schon frühlingshaft.“

Gemütlichen Schrittes mit dabei waren auch Astrid Schröhn und Birgit Rogall. „Es ist Zufall, dass wir heute mitgehen. Wir haben gestern Bernd Jende auf der Fahrt von Magdeburg nach Schwaneberg getroffen. Da hat er uns von der Wanderung vorgeschwärmt.“ Astrid kommt aus Pirna und besucht ihre Schwester Birgit in Schwaneberg. „Ich nehme heute das dritte Mal an der Altenweddinger Winterwanderung teil. Ich finde sie einfach toll. Hier lernt man immer neue Ecken kennen.“

Die Vereinsvorsitzende Gnotke war nach der Tour rundherum glücklich. „Auch die dreckigen Wege hatten ihren Erlebnisfaktor“, sagte sie zum Abschluss.