Wernigerode l Der Schierke-Ausschuss hat in seiner Beratung am gestrigen Montagabend den Weg für das geplante Skigebiet am Winterberg freigemacht. Mit 9:1-Stimmen wurde dem Stadtrat empfohlen, einen entsprechenden Vertrag mit der Winterberg Schierke GmbH vorbereiten zu lassen. Die GmbH plant, bis Mitte Dezember 2016 eine „Skiarena Harz“ am Winterberg in Schierke zu bauen. Begleitend müsste die Stadt Wernigerode in die nötige Infrastruktur investieren. Die Kosten dafür belaufen sich nach gegenwärtigem Stand auf rund acht Millionen Euro. Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) rechnet, wie er gestern mitteilte, mit einer Förderung von bis zu 90 Prozent. „Das Vorhaben hat bei der Landesregierung Priorität“, so der Stadtchef.

Investoren geben Auskunft

Die Winterberg Schierke GmbH gehört zu 70 Prozent Gerhard Bürger. Der Inhaber der gleichnamigen Handelsgruppe für Dämmtechnik verfolgte die gestrige Sitzung im Neuen Rathaus und gab Auskunft. Demnach hält die Lüder-Gruppe, ein bundesweit agierendes Immobilien-Unternehmen mit Sitz in Hildesheim, 20 Prozent der Anteile, der Wernigeröder Unternehmensberater Clemens Aulich fünf Prozent.

Sabine Wetzel (Grüne), die gegen die Empfehlung stimmte, regte an, dass der Vertragstext vor der Unterschrift vom Stadtrat abgesegnet wird. Wegen des engen Zeitplanes könnte dies in einer Sondersitzung geschehen. Bis Ende Oktober sollte laut Plan der Verwaltung der Vertrag abgeschlossen sein.