Wernigerode l Die Flugzeuge auf dem Außengelände sind verschwunden, es kann gebaut werden. Aus dem Museum für Luftfahrt und Technik im Gießerweg 1 soll ein modernes attraktives Erlebniszentrum für Wernigeröder und Gäste werden. Baubeginn ist am heutigen Montag, „im Mai wollen wir eröffnen“, sagt Eigentümer Clemens Aulich, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Madeleine das private Museum leitet.

Seit 1999 wurden in den zwei Hallen auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Elektromotorenwerks, kurz Elmo genannt, die Sammlungen von Flugzeugen, Hubschraubern und vielen technischen Details aus der Luftfahrt ergänzt. Mittlerweile ist es auf der 5000 Quadratmeter großen Ausstellungfläche mächtig eng geworden für die 50 Groß- und hunderten Kleinexponate. Mit einem Anbau soll nun mehr Platz geschaffen werden.

Mehr Service für Besucher

„Außerdem wollen wir den Besuchern viel mehr Service in geschmackvoll gestalteter Umgebung bieten“, sagt Clemens Aulich. An einer Tafel im Eingangsbereich des Museums wird die Erweiterung um 1500 Quadratmeter sehr anschaulich dargestellt. Der Blick auf die Zeichnungen verrät: Hier soll etwas Besonderes entstehen.

Bilder

Neben den zwei neuen Ausstellungshallen wird es künftig ein rund 500 Quadratmeter großes familienfreundliches Besucherzentrum mit Cafeteria, Museumsshop, Konferenz- beziehungsweise Schulungsräumen geben. Der Sanitärbereich wird behindertengerecht eingerichtet, Mitarbeiter erhalten neue Büroräume.

Flugsimulatoren für Profis und Laien

Die Highlights, wie der Wernigeröder Unternehmer sagt, werden drei Flugsimulatoren sein. Dabei handele es sich um Hightechgeräte, wie sie für Schulungszwecke bei einer Pilotenausbildung genutzt werden. Geplant sind außerdem einfachere Simulationsvarianten, mit denen sich Kinder als Flugkapitäne ausprobieren können.

Der sogenannte Hingucker soll eine begehbare Transall auf dem Dach des Erlebniszentrums werden. Die ausgemusterte Bundeswehr-Transportmaschine des Typs C-160 ist bereits im Besitz der Aulichs und steht seit fast drei Jahren auf dem Flugplatz in Ballenstedt. „Wir werden sie voraussichtlich nicht nach Wernigerode transportieren, sie könnte dort bleiben und vom Motorflugverein weiter als Besichtigungsobjekt genutzt werden“, sagt Aulich. Für seinen Neubau habe der leidenschaftliche Sammler, der selbst eine Fluglizenz besitzt, eine zweite ausgemusterte Transall bei der Bundeswehr bestellt. Gelingt der Kauf, bleibt die „alte“ Transall in Ballenstedt und der neue 32 Tonnen schwere Koloss würde auf dem Dach „landen“. Bis dahin müssen für den Neubau zunächst die alten Betonplatten auf der Fläche vor dem Museumseingang und eine alte Halle abgerissen werden. Das Luftfahrtmuseum bleibt trotz der Bauarbeiten für Besucher uneingeschränkt geöffnet.

www.luftfahrtmuseum-wernigerode.de