Veckenstedt l Es ist Erntezeit in Veckenstedt. Im abwechselnd zweijährigen Rhythmus werden die stehenden Gewässer der Teichwirtschaft Veckenstedt abgelassen und der darin aufgewachsene Fisch eingesammelt.

Die Teiche sind so angelegt, dass sich die Tiere bei sinkendem Wasserspiegel vor einem künstlichen Rohrsystem ansammeln müssen. Von dort aus geht zu einer Art Verladeplatz. Mit einem Netz werden sie aus dem Wasser gefischt, passieren kurzzeitig eine Sortieranlage.

Großfisch landet in Hälteranlage

Kleine Fische werden aussortiert und danach wieder in einem anderen Teich ausgesetzt, die größeren Fische kommen in Wasserbehälter. Vor allem Karpfen sind es, die so auf ihr Ende auf dem Teller der Menschen vorbereitet werden. „Die meisten Karpfen verkaufen wir im Dezember, einige bleiben aber auch noch bis zum Beginn der Fastenzeit im Wasser“, sagt Diethard Trick, der Eigentümer der Anlage.

Neben Karpfen gibt es aber auch noch einige andere Fische, die über die Sortieranlage schlittern. Da finden sich Rotfedern, Plötzen und Barsche, aber auch einige Störe und Aale.

„Wir hoffen in diesem Jahr auf 15 bis 20 Tonnen Fisch, denn leider gehen die Erträge immer mehr zurück“, sagt Teichwirt Diethart Trick, der schon in etwa das Doppelte aus den Teichen gefischt hat. Die Schuld daran gibt er nicht den legalen Anglern oder den wenigen Raubfischen beziehungsweise angestammten Grau- und Silberreihern. Es sind wie andernorts auch die Kormorane, die wegen ihres Hungers in Veckenstedt die Teichwirte verärgern.

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Dennoch gab es reichlich viel Arbeit für die Teichwirte Diethard Trick und Bernd Alisch. Seit Jahren können sie sich auf einen festen Helferstamm verlassen, die alljährlich die teils recht schwere Arbeit unterstützen. Dafür gibt es nach Feierabend eine gemeinsame Feier, bei der mit Sicherheit nicht nur Anglerlatein erzählt wird.