Wernigerode l Der Heltauer Platz liegt mitten in der Stadt. Benannt ist er nach Wernigerodes rumänischer Partnerstadt. Die wenigsten wissen jedoch, wo genau Heltau (Cisnadie)liegt, wie groß die Stadt ist, wie die Menschen dort leben. Das soll sich nun ändern. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Städtepartnerschaften bereiten eine Reise vor - die erste Wernigeröder Bürgerreise in das südosteuropäische Land.

Ziel sei es, die Städtepartnerschaft zu beleben, so Regina Grothe vom Arbeitskreis. Übernachtet wird in Vier-Sterne-Hotels. Termin ist der 3. bis 10. September 2016 - eine schöne Zeit für eine Reise nach Rumänien - wie Rathaussprecher Andreas Meling sagt. „Die Laubwälder der Karpaten färben sich gelb-rot – ein bisschen wie Indian Summer.“

Geboren wurde die Idee während der Bürgerreise nach Neustadt an der Weinstraße im vergangenen Jahr. „Auf der Rückfahrt kam uns plötzlich der Gedanke: Warum nicht eine Bürgerreise nach Heltau organisieren?“, erinnert sich Regina Grothe. Mit dem Deutschen Reisebüro in Wernigeröde habe sie und ihre Mitstreiter in den vergangenen Monaten ein Programm erstellt. „Wir fliegen von Hannover nach Sibiu.“ Geplant ist eine Rundreise durch die Karpatenlandschaft Siebenbürgens mit den Höhepunkten Sibiu, einer Fahrt durch die Südkarpaten zur Burg Bran, wo die Teilnehmer auf Draculas Spuren wandeln.

Einmalige Landschaften

„Zwei Tage lang wollen wir Heltau erkunden und die Leute kennenlernen“, so Regina Grothe. Heltaus Vizebürgermeister Johann Krech wird den Kontakt zu den Einheimischen organisieren.

Regina Grothe kennt Land und Leute gut - weilte bereits mehrfach in Rumänien, wie auch Helga Schubert, die ebenfalls im Arbeitskreis mitwirkt. „Viele Menschen aus Siebenbürgen sind in Deutschland verwurzelt, die Älteren sprechen noch relativ gut deutsch“, sagt sie. „Die Leute sind an unserem Land interessiert.“ Außerdem sei die Landschaft einmalig. Auch die Tierwelt sei beeindruckend. „Wölfe und Bären streifen dort durch die Wälder.“ Sehr sehenswert sei Sibiu mit seinem historischen Stadtkern. Stadt und Land hätten vom Beitritt zur EU stark profitiert, ergänzt Meling.

„Wir wollen mehr bieten als eine normale Rundreise“, sagt Helga Schubert. „Wir wollen den Teilnehmern ermöglichen, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften aufzubauen. Es soll eine Reise werden, die die Wernigeröder nicht so schnell vergessen.“ Unterstützt wird die Bürgerreise von der Stadt, die die Kosten für den Bustransfer zum Flughafenübernimmt. „Wir hoffen, dass sich mindestens 16 Interessierte finden“, sagt Regina Grothe. Wer teilnehmen möchte, kann sich an Ansprechpartnerin Daniels Meißner unter Telefon (0 39 43) 26 17 50 wenden.