Wernigerode l Die Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH werden am Freitag, 1. November, fortgesetzt. Das haben die Verantwortlichen von Verdi beschlossen, nachdem arbeitgeberseitig ein neuer Verhandlungstermin vorgeschlagen worden war. Gebe es dann aus Sicht der Arbeitnehmerschaft keinen tragfähigen Tarifabschluss, drohe ein erneuter Arbeitskampf, so Gewerkschaftssekretärin Dagmar Huhn und gibt sich entschlossen: „Der Arbeitgeber entscheidet am Freitag, ob wir in der kommenden Woche weiterstreiken müssen!“ Die Streikbereitschaft der Belegschaft sei ungebrochen.

Die Gewerkschaft war ursprünglich mit der Forderung nach stündlich rund 2,50 Euro Lohnplus in die Verhandlungen gegangen, hat nach eigenen Worten zwischenzeitlich aber bereits Zugeständnisse gemacht. Da die bisherigen Offerten der Abfallwirtschaft nicht ausreichend gewesen seien, gab es in der vergangenen Woche im Harzkreis einen dreitägigen Warnstreik.

Dirk Hirschfeld, Chef der Abfallwirtschaft Nordharz, strebt einen substanziellen Gedankenaustausch an und hofft dabei auch auf konkrete Vorschläge seitens der Gewerkschaft. „Ich sehe beide Verhandlungspartner in der Pflicht, zu Ergebnissen zu gelangen“, so der Geschäftsführer.