Wernigerode l Aus dem Wunschtraum vom Intercity-Halt in Wernigerode wird in den nächsten zehn Jahren wohl nichts. Das Ziel der Anbindung an das Fernverkehrsnetz der Bahn hatte Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) zum Auftakt der Zukunftsserie der Volksstimme genannt. „Für die Harzregion sind künftig Express-Verbindungen (Beschleunigter Regionalverkehr) und Nahverkehrsverbindungen vorgesehen“, antwortet Deutsche-Bahn-Sprecher Jörg Bönisch auf Anfrage.

Die bunte Stadt am Harz erfülle eine grundlegende Voraussetzung nicht: Die Ausstattung der Gleise mit einer elektrischen Oberleitung. Eine Elektrifizierung sei weder in der Zukunftsstrategie Fernverkehr der Deutschen Bahn noch im Deutschlandtakt 2030 vorgesehen, heißt es. Der darin enthaltene Zielfahrplan 2030 „entspricht für Wernigerode dem heutigen Verkehrsangebot“, erläutert Martin Böttcher auf Volksstimme-Nachfrage. Wie der Mitarbeiter im Bereich Strategie und Mobilitätsmanagement der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Nasa) erläutert, bestehen von Wernigerode aus aktuell stündliche Verbindungen nach Halle, Magdeburg und Goslar.

Nasa sucht nach Lösung für Fernverkehr

„Richtung Goslar fahren die Züge dabei generell umsteigefrei, Richtung Magdeburg und Halle wird abwechselnd umsteigefrei und in der anderen Stunde mit Umstieg in Halberstadt gefahren“, so Böttcher weiter. Die beiden zweistündlichen Linien aus Magdeburg und Halle nach Goslar überlagerten sich zwischen Halberstadt und der Kaiserstadt zu einem stündlichen Angebot.

„Seitens des Landes wird die Anbindung der Nordharz-Region im Gespräch mit Fernverkehrsbetreibern regelmäßig thematisiert“, berichtet der Nasa-Mitarbeiter weiter. Aktuell zeichne sich keine Lösungen für eine Direktanbindung von Wernigerode im Fernverkehr ab.

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