Alter Bodeübergang gleicht Kriegsschauplatz / Abriss fast geschafft /Umleitungen lange nötig

Bauleute an Rübelands Brücke im Plan - und der Steinbär ist nicht vergessen

Von Burkhard Falkner

Rübelands Ortsmitte ist eine Großbaustelle. Die früher viel befahrene Brücke ist so gut wie abgerissen, ein Neubau wird planmäßig vorbereitet. Und nach all dem soll der Rübeländer Bär wieder vom Felsen grüßen.

Rübeland l Die Höhlengemeinde gleicht einer Riesenbaustelle, bisweilen sogar einem Kriegsschauplatz: Fragmente von Brückenpfeilern ragen aus der Bode, Sperrungen hier, aufgerissene Straßen dort.

Damit ist das Bauprogramm zur Sanierung der Ortsmitte des alten Touristenortes in vollem Gange und selbst für Durchreisende nicht mehr zu übersehen. Für rund fünf Millionen Euro werden die als lange überfällig geltenden Sanierungen an Straßen und Brücken vorgenommen.

"Wir liegen im Plan", sagt Brückenexperte Hilmar Klietz von der Straßenbaubehörde gegenüber Volksstimme. Die alte, 1926 gebaute Brücke über die Bode ist bereits zu großen Teilen abgebaut. "Ich hätte gar nicht gedacht, dass wir darin soviel Stahl finden, die Bauleute haben damals auch solide gebaut", so Klietz. Zu Verzögerungen sei es dadurch aber nicht gekommen. Bis zum Jahresende soll nicht nur die alte Brücke weg, sondern auch die neue schon fertig sein. Sie wird in der Fahrbahn breiter sein als der frühere Übergang und auch einen Fußweg bekommen. Daran wird ebenfalls bereits entlang der Straße zur Rappbodetalsperre gearbeitet. An der sogenannten Herzklippe soll ein Pfeiler den künftigen Fußweg über der Bode abstützen. Auf den herzförmigen Felsen werde, so versichern die Leiter von Baustelle und Tourismusbetrieb Oberharz, am Ende der Bauarbeiten wieder die alte Höhlenbärfigur gestellt.