Wernigerode l Ein Totenkopf mit Eierschalenhelm, dazu zwei gekreuzte Schraubenschlüssel - wer demnächst Motorradfahrer mit diesem Logo auf den Kutten durch Wernigerode brausen sieht, muss sich nicht vor Hells Angels oder Bandidos fürchten. Dies ist das Erkennungszeichen der Simson-Verrückten von Heiße Feile.

Seit Januar stehen die Bastler und Mopedtüftler um den Vorstand Christopher Michael, Nicky Brückner und Christian Ernst auch offiziell im Vereinsregister. Die bislang 14 Clubmitglieder sowie fünf Interessenten an einer Mitgliedschaft eint die Faszination für die Mopeds aus dem thüringischen Suhl.

Hilfe bei Restauration, Rat bei Reparaturen

„Obwohl die Produktion von Simson vor 18 Jahren eingestellt wurde, sind die Fahrzeuge nie aus den Köpfen der Menschen verschwunden“, sagt Enrico Däumich. Der Vereinssprecher erläutert, die Mitglieder seien alle mit den legendären Zweirädern aufgewachsen, die sie nun seit ihrer Jugend begleiten.

Diese Begeisterung für SR2, Schwalbe und S51 wollen die Jungs von Heiße Feile nun an weitere Wernigeröder weitergeben. Die simple Technik, die spielend leichte Handhabung sowie die Zuverlässigkeit der Simson-Zweiräder seien bei keinem anderen Motorrad zu finden, schwärmt der Clubsprecher. „Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und geben Hilfe zur Selbsthilfe, bei Restauration und bei Extremumbauten“, wirbt Däumich.

Zum Basteln und Tüfteln an ihren Mopeds treffen sich die Vereinsmitlgieder fast täglich, dazu häufig am Wochenende– meist im Wernigeröder Stadtfeld. „Dort haben wir mehrere Garagen, wo wir gemeinsam schrauben und fachsimpeln“, erläutert Enrico Däumich.

Der Club brauche jedoch eine feste Bleibe. „Noch sind wir auf der Suche nach einem geeigneten Vereinshaus oder einem Gelände, wo wir fahren können.“

Clubmitglieder erhalten Weste mit Logo

Um endlich Übungsläufe absolvieren und im Motorsport Fuß fassen zu können, benötigen die Wernigeröder Sponsoren und Spender. Förderer, Fahrer und neue Mitglieder sind willkommen.

Diese sollen bei der Stadtrundfahrt erkannt werden: „Jedes Clubmitglied bekommt auf seine eigene Weste das speziell ausgearbeitete Logo auf den Rücken, das für die Gemeinschaft steht“, verspricht Däumich.

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