Hasselfelde

Bunte Blüten, neue Findlinge und eine Corona-Bank

Die Vereine in Hasselfelde haben unter Pademie-Bedingungen einiges für ihre Heimatstadt geleistet, um sie zu verschönern.

Von Von Katrin Schröder
Die Interessengemeinschaft der Harzer Schmalspurbahn unter Federführung von Udo Müller hat auf dem Bahnhofsgelände in Hasselfelde eine Bank aus Eisenbahnmaterialien gebaut.
Die Interessengemeinschaft der Harzer Schmalspurbahn unter Federführung von Udo Müller hat auf dem Bahnhofsgelände in Hasselfelde eine Bank aus Eisenbahnmaterialien gebaut. Foto: Jutta Wenzel

Hasselfelde - Zwar setzen die Corona-Pandemie und die entsprechenden Hygiene-Auflagen den Vereinen derzeit enge Grenzen. Doch mit einzelnen Aktionen haben in den vergangenen Wochen engagierte Hasselfelder ihren Ort und sein Umfeld verschönert, wie Jutta Wenzel vom Harzklub-Zweigverein des Oberharz-Ortsteils berichtet.

Auf dem Bahnhofsgelände ist zum Beispiel „eine coronagerechte, aus Eisenbahnmaterialen hergestellte Bank“ entstanden. Zu verdanken ist ihre Existenz der Interessengemeinschaft der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) unter Federführung von Udo Müller. Die Mitglieder haben auch im Umfeld für Ordnung gesorgt: „Der historische Lokschuppen und das Gelände ringsherum sind vorbildlich sauber und ordentlich – fehlen nur die Besucher“, so Jutta Wenzel.

Belohnung mit Blütenpracht

Im angrenzenden Park hätten Mitglieder der Blumenau-Gesellschaft, zu denen auch Jutta Wenzel zählt, den Gedenkstein für Dr. Hermann Blumenau, der 1904 von der Stadt errichtet wurde, neu gestaltet. „Die kaputte Umzäunung wurde entfernt, die Anlage wurde mit Findlingen neu bestückt und so sieht sie fast wie auf einer alten Postkarte aus“, berichtet die Hasselfelderin. Unverzichtbar sei hier wiederum die Hilfe von Udo Müller gewesen, der dankenswerterweise und uneigennützig seine Unterstützung angeboten und mit seiner Technik die Aktion erst ermöglicht habe.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Nordic-Walking-Gruppe, deren Mitglieder alle dem Harzklub angehören, im Kurpark knapp 1000 Blumenzwiebeln in die Erde gebracht. Belohnt wurden sie nun mit einer Blütenpracht: Krokusse, Schneeglöckchen, Osterglocken und andere Frühlingsblüher zeigten nun ihre volle Schönheit. In diesem Jahr solle die Aktion wiederholt werden, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht habe, so Jutta Wenzel. „Auch dies sind kleine Aktionen, die zur Verschönerung unserer Stadt beitragen.“

Hoffnung auf Vereinsleben

Erfolgreich sei auch die Baumpflanzaktion des Hasselfelder Harzklub-Zweigvereins im Stiftungswald der Braunsdorf-Stiftung am Spazierweg zum Waldseebad verlaufen. Zirka 100 Eichen und Winterlinden seien dort in die Erde gesetzt worden und gut angegangen. Das Holz, das nach Baumfällungen dort lag, sei inzwischen beräumt, so dass der als Naturlehrpfad ausgewiesene Weg wieder gut begehbar sei, berichtet Jutta Wenzel. Auf dem beliebten Wanderweg zur Talsperre seien ferner zwei gut erhaltene Aufsteller mit neuen informativen Tafeln bestückt worden, die der Harzklub finanziert habe.

Ein Aushängeschild für Hasselfelde sei weiterhin der vom Angelverein gepflegte Bereich des Hoyerteiches, ebenso wie das Umfeld des Mittleren Teiches. „Ist einfach schön anzusehen und hat viel Arbeit gemacht“, so Jutta Wenzel. Sicherlich hätten auch viele andere Vereine im Rahmen des Möglichen Aktivitäten entfaltet, schreibt sie. „Hoffen wir alle, dass das Vereinsleben bald wieder aktiver werden kann.“

Ein Aushängeschild für Hasselfelde ist der vom Angelverein gepflegte Bereich des Hoyerteiches, ebenfalls das Umfeld des Mittleren Teiches.
Ein Aushängeschild für Hasselfelde ist der vom Angelverein gepflegte Bereich des Hoyerteiches, ebenfalls das Umfeld des Mittleren Teiches.
Foto: Jutta Wenzel
Auf dem Wanderweg zur Talsperre bei Hasselfelde wurden zwei  Aufsteller mit neuen Tafeln bestückt, die der Harzklub finanziert  hat.
Auf dem Wanderweg zur Talsperre bei Hasselfelde wurden zwei Aufsteller mit neuen Tafeln bestückt, die der Harzklub finanziert hat.
Foto: Jutta Wenzel