Feuerwehreinsatz

Carport einer Drübecker Ferienwohnung brennt vollständig nieder

In Drübeck ist der Carport einer Ferienwohnung vollständig abgebrannt. Teile einer direkt angrenzenden Ferienwohnung wurden beschädigt, ein größeres Gebäude mit zwei Ferienwohnungen konnten die Wehren vor den Flammen schützen. Zwei Familien müssen ihren Urlaub in Drübeck abrupt beenden und fahren nach Hause.

Von Jörg Niemann
Mit mehreren Angriffstrupps versuchen die Löschteams ein Übergreifen der Flammen auf den Wohnbereich  zu verhindern. Dies gelang ihnen mit einiger Mühe, der Carport selbst war nicht mehr zu retten.
Mit mehreren Angriffstrupps versuchen die Löschteams ein Übergreifen der Flammen auf den Wohnbereich zu verhindern. Dies gelang ihnen mit einiger Mühe, der Carport selbst war nicht mehr zu retten. Foto: Freiwillige Feuerwehr Ilsenburg

Drübeck - Sonnabend, 17. Juli, 14.36 Uhr. Über die Einsatzleitstelle der Polizei in Magdeburg wird die Feuerwehr-Einsatzzentrale in Halberstadt informiert, dass in Drübeck ein Gebäude in Flammen steht. Sekunden später gibt es Alarm für die Ortswehren von Ilsenburg, Darlingerode und Drübeck. Was die Kameraden erwartet, machte der in Berßel wohnende Martin Eberhardt von der Ilsenburger Ortswehr deutlich. „Nachdem der Alarm bei mir einging, schaute ich von Berßel aus nach Süden und habe eine große Rauchwolke gesehen. Ich habe dann meiner Frau gesagt, dass es sicher etwas länger dauert und bin losgefahren“, sagte er. Die Drübecker Kameraden waren als erste am Brandort, der, am Oehrenfelder Weg gelegen, nicht gerade ideal für einen Löscheinsatz ist. Während Einsatzleiter Christian Colmsee sich eine Übersicht verschaffte, sortierte Stadtwehrleiter Michael Voigt die heranfahrenden Löschfahrzeuge.

Löschwasserzugang zunächst nicht zu finden

„Wichtig war dabei vor allem, dass die Drehleiter direkt an den Brandort fahren konnte und nicht von anderen Tankern blockiert wurde. Das war schnell organisiert“, sagte er. Probleme bereitete in den ersten Minuten die Löschwasserversorgung. Ein in den Einsatzunterlagen der Feuerwehr verzeichneter unterirdischer Löschwasserzugang war nicht aufzufinden. „Wir mussten schnell einen anderen Zugang finden, was zum Glück auch relativ schnell gelang“, sagte Christian Colmsee. Noch während der Löscharbeiten gelang es aber, den ersten Hydranten doch noch zu finden. Er war weder ordnungsgemäß gekennzeichnet, noch leicht zu finden, denn vorangegangene Regenfälle hatten über die Metallplatte des Hydranten eine Kiesschicht gelegt. Das konnten die Feuerwehrleute natürlich nicht ahnen und entdeckten den Zugang zum Wasser somit erst nach langer Suche.

Unterstützung durch die Drehleiter

Dann aber war Wasser aus zwei Quellen vorhandenen und die Reste des schon beim Eintreffen der ersten Kameraden voll brennenden Carports wurden abgelöscht. Vor allem durch die Unterstützung der Drehleiter gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptteil des mit Ferienwohnungen ausgestatteten Gebäudes zu verhindern.

Urlauber-Familie fährt nach Hause

Dennoch: Die beiden Urlauberfamilien mit ihren Kindern, die erst am Mittwoch angereist waren, mussten ihren Urlaub abbrechen und fuhren nach Hause.

Der Brandort wurde beschlagnahmt, damit Spezialisten der Polizei zeitnah die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen können. An den Löscharbeiten waren 40 Frauen und Männer aller drei Ilsenburger Ortswehren beteiligt. Menschen kamen beim Brand und bei den Löscharbeiten nicht zu Schaden.

Auch schweißtreibende manuelle Arbeit war bei den Löscharbeiten gefragt. Um an die Brandherde zu kommen, mussten von außen die Ziegel entfernt werden.
Auch schweißtreibende manuelle Arbeit war bei den Löscharbeiten gefragt. Um an die Brandherde zu kommen, mussten von außen die Ziegel entfernt werden.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Ilsenburg
An den Wegen zum Brandort wurden Schläuche verlegt, mit denen das Wasser  transportiert wurde,
An den Wegen zum Brandort wurden Schläuche verlegt, mit denen das Wasser transportiert wurde,
Foto: Freiwillige Feuerwehr Ilsenburg