Regeln für Eltern

l Das Betreten der Tageseinrichtung ist für Erwachsene nur mit Mundschutzmaske und nach Hände-Desinfektion gestattet.

l Aufeinandertreffen in Fluren und Garderoben sind zu verhindern. Alle müssen Abstandsgebote einhalten.

l Bringe- und Abholzeiten sind möglichst kurz und Kontakte möglichst reduziert zu halten.

l Zur Entlastung der Betreuungszeiten stehen nur unbedingt benötigte Stunden zur Verfügung.

l Die Tageseinrichtungen haben von Montag bis Freitag nur noch von 6 bis 17 Uhr geöffnet.

l Nur Kinder ohne Erkältungssymptomen – mit Ausnahme allergischer Reaktionen – werden aufgenommen. Eltern haben täglich vor Betreuung in der Einrichtung zu versichern, dass ihr Kind keine allgemeinen Krankheitssymptome aufweist, insbesondere Schnupfen, Husten oder Fieber.

l Spielsachen aus dem eigenen Haushalt dürfen derzeit nicht mitgebracht werden.

Wernigerode l Nach Pfingsten dürfen wieder alle Kinder ihre Kitas, Krippen und Horte in Wernigerode besuchen. Damit steigt die Zahl der Mädchen und Jungen in den Einrichtungen wieder auf 1700. Zum Vergleich: In der Woche vom 25. bis 29. Mai waren 400 Kinder in Notbetreuung, berichtet Rathaus-Sprecherin Winnie Zagrodnik auf Volksstimme-Anfrage.

Dabei bleibe Gesundheitsschutz oberstes Gebot, teilt die Stadtverwaltung mit. „Die Hygiene- und Abstandskonzepte werden seit dem 16. März umgesetzt und sind den Familien aus dem öffentlichen Leben vertraut. Längere Wartezeiten während der Bringe- und Abholzeiten müssen eingeplant werden“, informiert Zagrodnik weiter.

Wenn Eltern oder andere Besucher die Einrichtungen betreten, müssten sie sich an die Vorkehrungen halten. Sonst „ist ihnen der Zutritt zu Gebäuden und zu Freiflächen, auf denen Kinder sich zum Spielen aufhalten, nicht gestattet“, betont Carola Kirsche, Sachgebietsleiterin der städtischen Kindertageseinrichtungen. Horte lehnten sich an die Hygienevorschriften der Grundschulen an.

Probleme bei Betreuungszeiten

Laut Zagrodnik lasse sich in allen Wernigeröder Kitas gewährleisten, dass die Kinder möglichst viel Zeit im Freien verbringen können – wie Sachsen-Anhalts Landesregierung in ihren Auflagen für die Rückkehr zum eingeschränkten Regelbetrieb fordert. Mehr Kopfzerbrechen bereiten der Wernigeröder Stadtverwaltung dagegen Betreuungszeit und -umfang. Diese könnten „nur bedingt gewährleistet werden“, heißt es aus dem Rathaus.

„Das liegt am fehlenden Personal bei der anstehenden Urlaubszeit und gleichzeitiger Aufweichung der Sommerschließzeit“, erläutert Winnie Zagrodnik. Hinzu käme der Ausfall von gefährdeten Erzieherinnen, die älter als 60 Jahre sind, und steigende Kinderzahle.

Ein Lösungsansatz, den die Stadt den Wernigerödern vorschlägt: „Die Betreuungsrandzeiten werden mehr gesteuert werden müssen als üblich.“ So sollten Eltern im besten Fall die konkreten Betreuungszeiten mit dem Kita-Personal absprechen.