Wernigerode l Das Bürgertelefon im Wernigeröder Rathaus hat sich bewährt. Seit sechs Wochen ist die Telefonnummer (03943) 65 41 19 für Ratsuchende während der Corona-Krise freigeschaltet.

„Bislang hatten wir fast 700 Anrufe“, bilanziert Rathaussprecher Tobias Kascha. Die Anzahl der Anrufe variiere allerdings von Tag zu Tag. „Manchmal sind es 65 bis 70, an anderen Tagen nur 25 bis 30.“ Immer dann, wenn die Regierung über eine neue Gesetzeslage informiere, würde die Anrufzahlen merklich in die Höhe schießen. In der vergangenen Woche gab es aber deutlich weniger Anrufe. Die Situation habe sich augenscheinlich beruhigt, so Kascha.

Die Mitarbeiter sind aber nach wie vor montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr erreichbar. Davor und danach ist ein Anrufbeantworter geschaltet. „Wir hören ihn ab und rufen zurück“, so Kascha weiter. Solange es wegen Corona Restriktionen gebe, werde die Telefon-Hotline aufrecht erhalten.

Und solange bietet die Stadtverwaltung auch an, Hilfesangebote zu vermitteln. „Uns liegen aktuell 36 Hilfsangebote ganz unterschiedlicher Art vor“, informiert der Sprecher. Von Einkaufshilfe über Gassigehen mit dem Hund bis hin zu Hotels, die ihren Betten anbieten, für den Fall, dass die Krankenhäuser voll sind.

„Sechs Angebote haben wir bereits vermittelt“, informiert Tobias Kascha. Aber es gebe nach wie vor ein Überangebot an Hilfsleistungen. „Das liegt vermutlich daran, dass die Lage in Wernigerode relativ entspannt ist“, so Kascha. „Die Leute trauen sich noch, selbst einkaufen zu gehen.“ Dennoch: Wer Hilfe benötige, könne sich jederzeit bei der Stadtverwaltung melden.

Wachsender Beliebtheit würden sich laut Tobias Kascha auch die Videobotschaften von Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) auf Facebook erfreuen. In den Clips äußert sich das Stadtoberhaupt zur aktuellen Lage.

„Seit Beginn der Corona-Krise sind es sechs an der Zahl - also deutlich mehr als sonst.“ Pro Videoclip seien mehr als 10.000 Zugriffe verzeichnen, was das Interesse beweise, so Tobias Kascha. Andere Bürgermeister hätten sich Wernigerode zum Vorbild genommen und würden nun ebenfalls auf Videobotschaften im Netz setzen.