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Elbingerodes Ortschaftsrat auf Stadtrundgang

Bei einer Begehung mit der Stadtverwaltung entdeckten die Mitglieder des Ortschaftsrats in Elbingerode einige Dreckecken, aber auch Lobenswertes.

Von Günther Breutel
Ortsbügermeister Rudolf Beutner (3. von rechts) unternahm mit den Ortschaftsratmitgliedern Reiner Friedrich, Klaus Brammer,  Grit Hildebrand vom Ordnungsamt, Bauamtsleiter Enrico Schmidt und Ortschaftsrätin Anke von Koseritz (von links) einen Stadtrundgang.
Ortsbügermeister Rudolf Beutner (3. von rechts) unternahm mit den Ortschaftsratmitgliedern Reiner Friedrich, Klaus Brammer, Grit Hildebrand vom Ordnungsamt, Bauamtsleiter Enrico Schmidt und Ortschaftsrätin Anke von Koseritz (von links) einen Stadtrundgang. Fotos: Günther Breutel

Elbingerode - Begehung statt Sitzung: Gemeinsam mit dem Ortschaftsrat hat Elbingerodes Ortsbürgermeister Rudolf Beutner (CDU) mit den Ratsmitgliedern einen Rundgang durch die Stadt unternommen. Die Idee kam gut an, auch wenn nicht alle dabei sein konnten. „Wir wollen uns heute mit kritischen Augen das Stadtbild ansehen und Mängel erkennen“, so Rudolf Beutner beim Start am Elbingeröder Rathaus, der mit Anke von Koseritz, Klaus Brammer und Reiner Friedrichs kritische Begleiter hatte. Seitens der Verwaltung nahmen Bauamtsleiter Enrico Schmidt und Grit Hildebrand vom Ordnungsamt teil.

Gleich am Rathaus wurden etliche von Grünkraut überwucherte Flächen und Ecken entdeckt. Zuletzt sei das Gras- und Wildkräuterwachstum regelrecht explodiert, worauf – so die Kritik – bisher offenbar nicht angemessen reagiert wurde. Ebenso fielen die verschmutzten und desolaten Ruhebänke vor der Harzsparkassenfiliale auf, die eventuell erneuert werden müssten.

Gleich um die Ecke wurde das ungepflegte Areal des Brauhausbrunnens ins Auge gefasst. „Dieser Platz hat für mich eine ganz besondere historische Bedeutung. Hier muss eine Pflege erfolgen“, bemängelte der Ortsbürgermeister. Das Brunnenbecken ist zur Zeit wieder ohne Wasser. In früheren Zeiten sprudelte dort eine Quelle, doch durch die langanhaltende Trockenheit und Bergbauarbeiten sind die unterirdischen Zuflüsse versiegt. Ob das Wasser zurückkehrt, steht in den Sternen.

Mähen unbedingt nötig

Die sogenannte Blechbüchsen-Allee, der Schlosspark und die marode Amtsscheune waren die nächsten Anlaufpunkte. Im Schlosspark haben die wild wuchernden Grasflächen sowie Kräuter zur Zeit die Oberhand gewonnen. Die Ortsräte waren sich einig, dass dort unbedingt gemäht werden solle.

Der Goethepark hingegen sei mit seinem Kinderspielplatz ein Kleinod für die Stadt, darin waren sich die Teilnehmer der Begehung einig. Einen Kritikpunkt gab es dennoch: „Mich haben einige Elbingeröder angesprochen und bemängelt, dass es nur einen Papierkorb gibt“, berichtete Anke von Koseritz. Das Problem wurde von Grit Hildebrand protokolliert. Bemängelt wurden ebenso Zustand und Umfeld des Goethedenkmals. Gelobt wurden die dekorativen, von Angela Peters mit Harzmotiven bemalten Banklehnen.

Gesprächsbedarf gab es in Sachen Naturbadesee. Der Badebetrieb solle auf jeden Fall abgesichert werden, so der Tenor. „Der Badesee hat die oberste Priorität“, betonte Grit Hildebrand. Am Bomshaistollen oder „Wasserhäuschen“, wie es früher hieß, stieß das herumliegende Astwerk auf Missfallen. Auch an dieser Stelle sei eine Aufräumaktion nötig. Die Reparaturen an den Wasserröhren sind zudem noch nicht abgeschlossen.

Eigentümer erfüllen Pflicht

Letzter Anlaufpunkt beim Rundgang war das Sportplatzgelände. Bis auf die Nebenanlagen wie Volleyballfeld und der Bolzplatz befindet sich die Anlage in einem sehr guten Zustand. Ferner wurde das Außengelände des Friedhofes begutachtet. Auch hier sollte viel Buschwerk zurückgeschnitten werden, wie die Ratsmitglieder feststellten. Positiv sei, dass viele Grundstückseigentümer ihrer Pflegepflicht der Straßenanteile sehr gut nachgekommen sind.

Wer aber darüber hinaus die vielen Aufgaben im öffentlichen Bereich erledigen solle, sei angesichts der Personalknappheit im Bauhof fraglich. „Dies ist ja nicht nur ein Problem in Elbingerode, sonder in allen Ortsteilen der Stadt Oberharz“, sagte Bauamtsleiter Enrico Schmidt.

Klar sei, so das Fazit bei der Begehung, dass das Ortsbild besser gepflegt werden müsse. Dafür sei auch ehrenamtliche Hilfe vonnöten. „Wir müssen freiwillige Helfer mit ins Boot nehmen“, so der Bauamtsleiter. Die Pflege der Parkanlagen solle im Rahmen des Möglichen erfolgen.

Der Brauhausbrunnen ist schon seit langer Zeit leer.
Der Brauhausbrunnen ist schon seit langer Zeit leer.
Foto: Günther Breutel