Benneckenstein l Die vergangenen fünf Monate waren Stress pur für das Team des Ostdeutschen Fahrzeug- und Technikmuseums. Nicht nur, weil der Familienbetrieb eine originale Abhörkuppel vom Brocken und einen MIG-Kampfjet auf dem Gelände in Benneckenstein aufgebaut hat. Seit April gehen Filmteams im Museum ein und aus. Das Ergebnis ist ab Dienstag, 27. August, auf dem Privatsender DMAX zu sehen: Unter dem Titel „Roter Stahl – Der Panzer-Clan“.

„Für jede der fünf Folgen, die bislang im Kasten sind, war ein anderes Kamerateam mit einem eigenen Autor bei uns“, berichtet Nicole Schumann vom Familienbetrieb. Zu sehen sei das „komplette Leben hier oben – von Reparaturen unserer Panzer und Fahrzeuge über die Bastelei an der Brockenmoschee bis zur Arbeit im Büro“. Die Filmleute hätten immer wieder gefragt, was für die Dreharbeien geplant sei. „Kommt einfach, das erledigt sich von allein“, lautete die Antwort aus Benneckenstein.

Die fertigen jeweils rund einstündigen Folgen kennt Familie Tänzer vom Fahrzeugmuseum noch nicht. „Wir wollen uns überraschen lassen, sehen die erste Episode erst zur Premiere am Dienstagabend um 21.15 Uhr“, erläutert Schumann.

Bilder

U-Boot aus Dänemark kommt nach Benneckenstein

Direkt im Anschluss in der Nacht zum Mittwoch steht für sie und Mario Tänzer schon der nächste Einsatz an, aus dem die sechste Folge der Serie entstehen soll: „Dann starten wir nach Dänemark, um die nächste Attraktion abzuholen“, sagt die Benneckensteinerin.

Horchkuppel vom Brocken in Benneckenstein

Benneckenstein (mg) l In Benneckenstein hat das Team vom Ostdeutschen Fahrzeugmuseum ein Stück Harzer Heimatgeschichte wieder aufgebaut - eine echte Horchkuppel, die im Kalten Krieg auf dem Brocken stand. Die Rekonstruktion des 22 Tonnen schweren Kunststoff-Kolosses dauerte mehrere Monate.

  • Im Inneren der Horchkuppel vom Brocken will das Team vom Ostdeutschen Fahrzeugmuseum Benneckenstein alte Radartechnik ausstellen. Foto: Holger Manigk

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  • So sah die Horchkuppel in der Zeit vor dem freien Brocken aus. Unter dem zwölf Meter hohen Halbrund befand sich Abhörtechnik des Warschauer Pakts. Foto: Archiv Brockenhaus

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  • Die drei Schalenringe der Brockenkuppel in Benneckenstein werden von mehr als 2000 Schrauben aus Pertinax, einer Papier-Kunstharz-Mischung, zusammengehalten. Foto: Holger Manigk

    Die drei Schalenringe der Brockenkuppel in Benneckenstein werden von mehr als 2000 Schrauben aus ...

  • Das Aufsetzen des sieben Tonnen schweren Kuppeldachs auf den Unterbau ist Millimeterarbeit. Foto: Holger Manigk

    Das Aufsetzen des sieben Tonnen schweren Kuppeldachs auf den Unterbau ist Millimeterarbeit. Foto:...

  • Ein Puzzleteil nach dem anderen: Mario Tänzer (rechts) und sein Team mit Carsten Bänsch,Benny Tronnier und Saskia Rohde (von links) setzen Anfang April 2018 die ersten Kunststoff-Schalen des Radoms ringförmig auf das Fundament im Ostdeutschen Fahrzeugmuseum Benneckenstein. Foto: Holger Manigk

    Ein Puzzleteil nach dem anderen: Mario Tänzer (rechts) und sein Team mit Carsten Bänsch...

  • Wie ein Ufo schwebt das Dachstück der Brocken-Horchkuppel - Durchmesser zwölf Meter - am Kran über den Hof des Ostdeutschen Fahrzeugmuseums in  Benneckenstein. Foto: Holger Manigk

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Dabei handelt es sich um den Turm eines alten U-Boots – zwölf Meter lang und vier Meter hoch. Der Stahl-Koloss muss über rund 670 Kiometer aus dem Norden der Halbinsel Jütland in den Oberharz gebracht werden. „Wir hoffen, dass der Schwerlasttransport am Donnerstagmittag in Benneckenstein eintrifft“, so Schumann. „Ohne die Hilfe des Spediteurs Hans-Dieter Otto wäre das Projekt nicht zu stemmen gewesen“, ergänzt Mario Tänzer. Wie der 36-Jährige erläutert, solle der Turm im Teich auf dem Museumsgelände aufgebaut werden.

Für Tänzers und ihre Mitstreiter ist Roter Stahl – Der Panzer-Clan“ nicht der erste TV-Auftritt. Das Team vom Fahrzeugmuseum war bereits in „Giganten aus Stahl“ auf N24, einer Folge der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ und mehrmals im Pro-Sieben-Wissensmagazin „Galileo“ zu sehen. 2018 lief auf DMAX ein Pilotfilm über den Familienbetrieb.