Blankenburg l Mit einem Waldbrand an der Teufelsmauer hat Blankenburgs Freiwillige Feuerwehr am Sonntagmittag, 31. Mai, zu kämpfen. Das eigentliche Feuer zwischen Großvater und Hamburger Wappen haben die Kameraden schnell im Griff, doch der Weg dahin gestaltet sich für sie äußerst schwierig. „Auf dem Großvaterweg kamen unsere Löschfahrzeuge einfach nicht durch – die Straße war zugeparkt“, berichtet Ortswehrleiter Alexander Beck.

Vor allem in Kurven- und Kreuzungsbereichen bliebe zwischen auf der Straße stehenden Autos auf der einen Seite und dem Abhang auf der anderen für die Autos der Brandschützer nicht genug Platz. „Mindesdurchfahrtsbreite nach Straßenverkehrsordnung (StVO) sind 3,05 Meter. Unsere Feuerwehr-Fahrzeuge sind nicht einmal 2,50 Meter breit  - und konnten trotzdem nicht vorbei“, rechnet Beck vor. Laut Paragraph 12 der StVo ist das Halten - und somit Parken - an engen Straßenstellen verboten.

Zeitverlust kann sich rächen

Rund eine Viertelstunde hätten die Einsatzkräfte auf der Anfahrt zum Brandort durch Diskussionen mit uneinsichtigen Anwohnern verloren, die ihre Autos nicht wegfahren wollten. „Das ist Zeit, die wir nicht verschenken können, wenn es um Leben und Tod geht“, sagt Beck. Diesmal sei es „nur“ ein Feuer gewesen. Doch der Blankenburger Ortswehrleiter appelliert, an die Sicherheit aller in medizinischen Notfällen zu denken – und die Straßenverkehrsordnung zu beachten.

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An der neuralgischen Stelle Großvaterweg hätten die Brandschützer seit Jahren immer wieder Probleme, wenn sie zu Einsätzen Richtung Teufelsmauer aufbrechen. Gemeinsam mit Ordnungsamt und Polizei, die den Einsatz am Sonntag begleiteten, habe man sich über Konsequenzen verständigt: „Das Ordnungsamt soll geparkte Autos konsequent abschleppen, wenn sie Feuerwehr-Einsätze behindern“, sagt der Wehrleiter.

Halbe Stunde fürs Löschen

Am Pfingstsonntag zumindest ging alles glimplich zu Ende: Ein nicht richtig abgelöschtes Lagerfeuer mitten im Wald rund einen Kilometer südöstlich des Großvaterfelsens konnten die Kameraden mit Hilfe einiger Wanderer schnell orten. Das Feuer zwischen Kamm- und Südweg hatte sich laut Beck zehn Zentimeter tief in den Boden gefressen, ausgebreitet und weitergebrannt. Mit acht Löschrucksäcken und zwei mal Waldbrandwerkzeug löschten die Kameraden das Feuer binnen einer halben Stunde.