Wernigerode l Warum ist im November 2019 am Batteriewerk an der Steinernen Renne hochkonzentrierte Schwefelsäure in die Holtemme geflossen? Untersuchungen der Unteren Wasserbehörde des Harzkreises und eines Sachverständigen legen nahe, dass nicht die Havarie an einer Anlage der Firma Eternity Management Technologies (E.T.M.) entscheidend war. Damals war ein Defekt am Verbindungsstück einer Pumpe festgestellt worden. Das Bauteil habe einen Materialfehler aufgewiesen und sich durch Abnutzung verformt, hieß es zur Begründung.

Doch die Schwefelsäure sei wohl erst später in den Fluss geraten. „Vermutlich ist es erst durch die damit verbundenen Reinigungsarbeiten zur Gewässerverunreinigung gekommen“, teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung auf Volksstimme-Nachfrage mit. Nachdem die Säure ausgelaufen war, sind in der Holtemme mehr als 1000 Bachforellen verendet.

Nach der Havarie und der Reparatur der Anlagen habe man die Ursache für den Säureaustritt gesucht, heißt es aus der Kreisverwaltung. Die Anlage sei von einem Sachverständigen für wassergefährdende Stoffe technisch und ordnungsrechtlich überprüft worden. Basierend auf seinem Gutachten habe man mit allen Beteiligten unter anderem darüber beraten, die künftig derartige Havarien vermieden werden könne.