Förderverein der Wehr lädt zu Ausbildungsabend - Kindergärtnerinnen üben das richtige Löschen

Flammen und Qualm vor Stapelburger Feuerwache

Von Sandra Reulecke

Stapelburg l Helle Flammen stiegen vor der Feuerwache in Stapelburg empor. Doch die Kameraden rührten am Freitag keinen Finger, das Feuer zu löschen. Erst der beherzte Einsatz eines Feuerlöschers durch eine junge Frau beendete den Brand.

Diese Szene spielte sich während einer Lehrstunde "Handhabung und Einsatz von Feuerlöschern" ab. Dazu hatten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Einwohner und Mitarbeiter von öffentlichen Einrichtungen aus Stapelburg eingeladen.

"Schade, dass nicht mehr Leute gekommen sind. Wir hätten besonders Mitarbeiter der Schule erwartet. Schließlich besuchen viele Kinder diese Einrichtung", bedauerte der stellvertretende Ortswehrleiter Uwe Rettig.

Immerhin: Drei Erzieherinnen aus dem Stapelburger Kindergarten "Spatzennest" und einige ehrenamtliche Brandschützer folgten der Einladung zu der Veranstaltung, die durch den Förderverein der Stapelburger Feuerwehr initiiert wurde.

In einem anschaulichen Lehrfilm wurden die unterschiedlichen Brandklassen, verschiedene Löschmittel und -methoden sowie deren Anwendung ausführlich erläutert.

Auch schockierende Zahlen wurden im Video genannt: jedes Jahr entstehen demnach 450 000 Brände in Deutschland und verursachen einen Schaden in Höhe von acht Milliarden Euro.

Nach der Filmvorführung mussten sich die Kindergärtnerinnen Sandra Groepke, Cosima Ramke und Lilia Holzmann selbst als Brandbekämpfer betätigen. Vor der Wache entfachten die Kameraden eine große Gasflamme. Obwohl die Situation selbstverständlich ungefährlich und kalkuliert war, sah man den drei Frauen den Respekt vor den Flammen an.

Lilia Holzmann nahm schon vor einigen Jahren an einer solchen Übung teil. "Aber ich bin froh, es noch einmal wiederholt zu haben", schätzte sie nach ihrem Löscheinsatz ein.

Die Leiterin des "Spatzennests", Cosima Ramke, bestätigte: "Ich fühle mich jetzt sicherer, da ich nun die Handhabung von Feuerlöschern kenne. Allerdings weiß ich nicht, wie ich in einer Paniksituation reagiere, falls es wirklich brennt", räumte sie ein.

Ortswehr-Vize Uwe Rettig und seine Kameraden hoffen, dass an der nächsten Ausbildungsstunde mehr Stapelburger teilnehmen. "Im Zweifelsfall können durch den schnellen, sicheren Einsatz von Feuerlöschern Menschenleben gerettet werden", so Rettig.