Ilsenburg l Die marode Stahlwerkbrücke, die in Ilsenburg den Veckenstedter Weg mit der Hochofenstraße verbindet, wird wohl auch noch den Winter 2018/19 stehen. Eigentlich sollte das Bauwerk in diesem Jahr abgerissen und mit einem millionenschweren Ersatzneubau begonnen werden. Doch dazu wird es - zumindest 2018 - nicht kommen.

„Die konkreten Planungen, die sich an aktuellen Marktpreisen orientieren, haben ergeben, dass die Arbeiten teurer als bislang geschätzt werden“, sagt Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke (CDU). Die Differenz beträgt etwa eine Viertelmillion Euro und ist so groß, dass sie nicht durch kleinere Projekt-Änderungen aufgefangen werden kann. „Wir haben bei der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt eine Nachbewilligung von Fördergeld beantragt. Dieser wird gerade bearbeitet und wir hoffen, dass unser Antrag genehmigt wird“, sagt Loeffke.

Noch keine Ausschreibung für Neubau

Wegen der noch ungeklärten finanziellen Absicherung des Bauvorhabens, hat die Stadt auch noch keine Ausschreibung des Bauprojektes vorgenommen. „Durch die neuen Probleme ist davon auszugehen, dass wir erst im Herbst Planungssicherheit haben. Dann können wir allerdings ausschreiben und hoffen, dass die Bauarbeiten im Frühjahr 2019 endlich starten können“, so der Ilsenburger Verwaltungschef.

Die gegenwärtige Sperrungder Stahlwerkbrücke ist vorbereitenden Arbeiten vor dem Abriss geschuldet. „Es war unerlässlich, dass die Versorgungsleitungen neu verlegt wurden. Diese führen jetzt unter der Ilse hindurch und werden den späteren Brückenbau nicht mehr beeinträchtigen. Das führt dazu, dass der Neubau schneller fertig werden könnte“, so Loeffke.

Die jetzigen Arbeiten sollen in wenigen Wochen beendet sein. Loeffke rechnet damit, dass irgendwann im August die Stahlwerkbrücke – wie vor der Sperrung – für Fahrzeuge mit begrenzter Tonnage wieder zu benutzen sein wird.