Wernigerode l „Etwas gewöhnungsbedürftig“, sagt Henning Lehmbäcker, als er die ersten Schritte auf der Kunststoff-Eisbahn wagt. Der Berliner ist für ein paar Tage in Schierke und hat auch der Feuerstein-Arena einen Besuch abgestattet. Als leidenschaftlicher Eisläufer möchte er natürlich die Plastikbahn ausprobieren. „Ich bin noch nie auf Kunststoff gefahren“, sagt Lehmbäcker. Das Fahrgefühl sei mit dem auf Eis nicht zu vergleichen, so sein Urteil nach dem ersten Versuch. „Aber es macht Spaß“, sagt er und dreht gleich mehrere Runden.

Die 14 mal 24 Meter große Kunststoffbahn gehört zum Sommerangebot der Feuerstein-Arena. Seit Sonnabend hat die Freizeitstätte in dem Wernigeröder Ortsteil ihre Pforten wieder geöffnet. Dort, wo vor einigen Wochen noch Eisfläche war, steht jetzt ein Hüpfparcours, durch den Kinder und auch einige Erwachsene toben. Weiter hinten sind drei fünf Meter lange Slacklines zum Balancieren gespannt.

Auf Interesse stößt zudem der künstliche Kletterfels. Sara Kern erklimmt ihn Windeseile. Die Bayerin urlaubt gerade in Thüringen. „Wir haben von der Eröffnung der Arena in Schierke gehört und wollten die Kletterwand testen.“ In Gänze ist das allerdings nicht möglich, denn ein Teil der eigentlich 65 Quadratmeter großen Boulderfläche ist noch nicht aufgebaut. Es habe „Lieferengpässe“ gegeben, sagt Arena-Chef Andreas Meling auf Volksstimme-Nachfrage. „Wir erweitern die Anlage ab dem 22. Mai.“

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Bauarbeiten in Arena nicht beendet

Seit Abschluss des Winterbetriebs Anfang April ist die Arena wieder Baustelle. Verschiedene Restarbeiten mussten in den vergangenen Wochen erledigt werden – beispielsweise an der Terrasse. Beendet sind die Arbeiten mit Start des Sommerbetriebs nicht – obwohl anders geplant. Die Freitreppen sind noch nicht fertiggestellt. Einige Treppenelemente müssten nachproduziert werden, begründet Andreas Meling.

Kopfzerbrechen bereiten nach wie vor die dunklen Flecken auf der Dachfläche der Arena. „Eine Wasserbildung im Bereich der Membran, die nicht in Ordnung ist“, wie Wernigerödes Baudezernent Burkhard Rudo in der Mai-Sitzung des Stadtrates erläuterte. Abschließende Erkenntnisse gebe es noch nicht. Die Verwaltung habe Kontakt zu den Planern und der zuständigen Firma aufgenommen. „Uns liegen bisher nur oberflächliche Aussagen dazu vor“, so Rudo. „Die Überprüfung erfordert einen längeren Zeitraum.“ Es sei eine spezielle Messtechnik notwendig, um die Ursache für die Ausbeulungen in der Dachoberfläche festzustellen.