Wernigerode l Wernigerodes Bäderchef Ralf Schult geht mit Optimismus in die nächsten knapp zwei Wochen. Das Waldhofbad als einziges Freibad der Stadt Wernigerode wird wie geplant am 18. Mai öffnen können, versichert er. Denn schon jetzt seien so gut wie alle nötigen Arbeiten erledigt, die es vor dem Saisonstart abzuarbeiten gelte.

„Es ist in den vergangenen Wochen einiges getan worden. Das große Schwimmerbecken ist bereits voll mit Wasser gefüllt. Die Sprungstürme haben neue Sprungbretter, die Kinderschaukel einen neuen Untergrund, der für mehr Sicherheit sorgen soll. Zudem wurden Malerarbeiten erledigt und auch die Bäume sind nachgeschnitten worden. Es kann also bald losgehen“, erklärt Schult.

Kinderbecken noch trocken

Beim genauen Hinsehen fällt allerdings auf, dass das Kinderbecken noch ein Trockendock ist. Denn darin fehlt das zum Baden unerlässliche Wasser. „Am Beckenboden sind wieder einige Risse sichtbar geworden. Diese werden mit Glasfaserkunststoff überklebt, so dass kein Wasser nach außen dringen kann. Das ist eine ganz normale Reparaturarbeit und wird in jedem Bad so erledigt“, erläutert Ralf Schult.

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Viele Bäder verschlissen

Es werden aber nicht die einzigen „Aufkleber“ sein, die in den Becken immer öfter sichtbar werden. Aber auch das ist für den Bäderfachmann Schult etwas ganz Normales: „Die meisten Bäder der Region sind kurz nach der Wende erneuert worden. Vielfach ist dies jetzt 25 Jahre her, und der Zahn der Zeit nagt eben auch an einem Schwimmbad. Es ist an der Zeit, eine umfassende Frischzellenkur in die Wege zu leiten und die Bäder für die nächsten Jahre fit zu machen“, sagt der Fachmann.

Das Wernigeröder Waldhofbad steht dabei mit vielen anderen Bädern in einer Reihe. Das Ludwigsbad in Ilsenburg hat die gleichen alterstypischen Probleme. Auch dort wird sich in naher Zukunft etwas ändern müssen. „Mehr oder minder trifft dies aber auf alle Bäder zu“, sagt Schult, der dies auch ortsübergreifend bestätigen kann. Denn als Chef der Wernigeröder Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft kennt er die Badeanlagen außerhalb der Stadt Wernigerode und weiß um deren Probleme.

Wetter ist entscheidend

Für das Waldhofbad gilt, dass in den nächsten Tagen die Risse im Kinderbecken abgedichtet werden und das Bassin sich dann mit Wasser füllt. Die geringe Wassermasse führe dazu, dass sich das Kinderbecken schneller erwärmt, als das große Becken. In diesem beträgt die Wassertemperatur aktuell 13 Grad - also nichts, was die Massen zum Sprung in das wirklich kühle Nass animieren könnte. Ab Mitte der Woche soll es aber wieder etwas wärmer werden. Dann dürften sich auch nach und nach die Wassertemperaturen in den Freibädern den gewünschten Werten nähern.

Bis es so weit ist, bleibe die Schwimmhalle in der Weinbergstraße geöffnet. Wann diese schließt, hänge vom Wetter ab. Bis zum Schuljahresende soll sie nach bisherigen Planungen geöffnet bleiben, so Ralf Schult. Ebenso soll je nach Wetterlage entschieden werden, ob am Himmelfahrtstag Halle oder Freibad offen haben: „Beides geht aus personellen Gründen nicht, aber eine Bademöglichkeit öffnet auf jeden Fall.“