Bebel-Sekundarschule

Für gesperrten Flachbau von Blankenburger Schule keine Alternative in Sicht

Der Flachbau der alten Heine-Schule bleibt gesperrt, eine Alternative konnte nicht gefunden werden. Was bedeutet das für Blankenburger Sekundarschüler?

Von Holger Manigk
Der Flachbau des Hauses II der Sekundarschule "August Bebel" an der Heslunger Straße in Blankenburg ist seit April gesperrt.
Der Flachbau des Hauses II der Sekundarschule "August Bebel" an der Heslunger Straße in Blankenburg ist seit April gesperrt. Archivofot: Jens Müller

Blankenburg - Die Suche war lang, aber ergebnislos. Für den seit April gesperrten Flachbau der Sekundarschule „August Bebel“ an der Helsunger Straße konnte kein Ersatz gefunden werden. Das berichtet ein Sprecher der Landkreis-Verwaltung Harz auf Volksstimme-Anfrage.

Das Amt für Schulverwaltung und Bildung und die Schulleitung hätten umgehend nach Bekanntwerden der Sperrung des Flachbaues der ehemaligen Heine-Schule die vorhandenen Schulgebäude zur Klarstellung der Raumsituation überprüft. „Gemeinsam wurden Alternativen gesucht und eventuelle Lösungsmöglichkeiten diskutiert“, heißt es weiter aus dem Landratsamt in Halberstadt.

Unterstützung bei dieser Suche erhielt der Landkreis von freien Bildungsträgern und Unternehmen in Blankenburg sowie von der Stadtverwaltung. „Leider ohne Erfolg – es konnte kein geeignetes Gebäude, welches den Anforderungen einer Schule, inklusive des pädagogischen Konzeptes einer Ganztagsschule, gerecht wird, gefunden werden“, so der Sprecher weiter.

Schüler wissen Bescheid über Verteilung zum neuen Schuljahr

Was heißt das für die Bebel-Sekundarschüler? In gemeinsamer Abstimmung zwischen dem Landesschulamt, der Schulleitung und dem Landkreis sei für das Schuljahr 2021/22 eine Vereinbarung getroffen worden: Nach dem Ende der Sommerferien Anfang September besuchen die Klassenstufen 5 bis 8 den Standort Am Thie und die Klassenstufen 9 und 10 den Standort Helsunger Straße. „Dieses Ergebnis wurde den Schülern, Eltern und Lehrern auf der letzten Gesamtkonferenz mitgeteilt“, erläutert der Sprecher des Landratsamtes weiter.

Der gesperrte Flachbau ander Helsunger Straße beim Haus II der Europaschule lasse sich aus baulicher Sicht nicht mehr wirtschaftlich sanieren. „In der Vergangenheit sind in Folge des defekten Daches des Flachbaus und damit verbundenem Wassereintritt Schäden eingetreten. Im Ergebnis musste bereits im Oktober des vergangenen Jahres die Aula gesperrt werden“, begründete die Kreisverwaltung.

Nach einem erneuten Wassereintritt sei der Schaden untersucht und die damit einhergehenden Gefahren beurteilt worden. Das Ergebnis: „Die Dämmung war völlig durchnässt, und auch andere Unterrichtsräume im Haus II sind betroffen.“ Insgesamt seien sieben Klassenzimmer betroffen, hieß es damals.