Festempfang zum 80. Geburtstag von Karl Oppermann

Gechenk der Malschüler rührt ihren Meister zu Tränen

Wernigerode (ru). So schnell rührt Prof. Karl Oppermann nichts zu Tränen. Als aber seine sechs Malschüler ihrem Meister ein Bild mit Fantasiefiguren schenkten, war der Künstler sichtlich gerührt. "Die Überraschung ging schon sehr unter die Haut", sagte der so Beschenkte.

Karl Oppermann feierte am Sonnabend seinen 80. Geburtstag, am Vormittag in Wernigerode im Kreis alter und neuer Freunde. Sie alle waren in der Aula des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums versammelt und wurden vom stellvertretenden Direktor Herbert Siedler im Namen von Schule und Förderverein herzlich begrüßt. Der Mädchen-Kammerchor des Gymnasiums unter Leitung von Esther Waldhausen überbrachte musikalische Glückwünsche. Im Namen der Eltern und als Freund bedankte sich Hochschul-Rektor Prof. Armin Willingmann bei dem Jubilar für die "wunderschöne Geste", die die Anwesenden mit viel Beifall begleiteten: Der Ex-Pennäler "erlaubte sich", wie Oppermann sagte, "aus gegebenem Anlass" dem Hauptmann-Gymnasium ein Werk des "verehrten Lehrers" Hans-Joachim Bober zu schenken (siehe Infokasten).

Während seiner Geburtstagsrede wurde dann auch Karl Oppermanns Talent als erfolgreicher Buchautor deutlich. Er betonte, dass es für ihn, "ein Glück" gewesen sei, mit Bober einem Kunstlehrer an dieser Schule zu begegnen, dem er nicht nur viele fachliche Hinweise zu verdanken habe, "sondern den Rippenstoß, mein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Westberlin aufzunehmen". Das war vor 60 Jahren.

Karl Oppermann ist nach Beendigung seiner Lehrtätigkeit 1996 nicht nur in seine Heimat zurückgekehrt, er hat sich fortan aktiv eingebracht. Zu nennen sind die Gründung seiner Kunststiftung mit Schenkungen von Gemälden an die Hochschule Harz und Grafiken an den Kunst- und Kulturverein der Stadt. Vor drei Jahren hat er seine Kinder-Malschule ins Leben gerufen, eine Arbeit, die "mich jung hält".