Nach Waldbrand

Großaktion am Brocken: Im Harz wird Totholz entfernt

Rund um Schierke im Harz haben Forstarbeiter am Donnerstag in einer Großaktion mit dem Entfernen von Totholz begonnen. Damit sollen künftige Waldbrände verhindert werden.

Von dpa Aktualisiert: 06.10.2022, 15:04
Mit schwerer Forsttechnik wird sogenanntes Totholz aus einem Schutzstreifen um Schierke herum aus dem Wald geholt. 
Mit schwerer Forsttechnik wird sogenanntes Totholz aus einem Schutzstreifen um Schierke herum aus dem Wald geholt.  Foto: Matthias Bein/dpa

Wernigerode - Rund um Schierke im Harz haben Forstarbeiter am Donnerstag in einer Großaktion mit dem Entfernen von Totholz begonnen. „In einem ersten Schritt wird stehendes und liegendes Totholz auf einer Fläche von rund 20 Hektar beseitigt“, sagte ein Sprecher des Forstministeriums. Die Arbeiten mit Harvestern und einer Seilkrananlage sollen insgesamt mehrere Wochen andauern.

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Die Maßnahmen zur Waldbrandprävention seien so schnell wie möglich umzusetzen, sagte Forstminister Sven Schulze (CDU) zum Auftakt der Arbeiten. „Ein erster wichtiger Schritt ist es, die Brandlast im Umkreis Schierke zu beseitigen. Wohnbebauungen vor Bränden zu schützen - das war eines unserer Hauptanliegen.“

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Mit der Beräumung soll die Brandbekämpfung in dem Gebiet erleichtert werden. Darauf hatten sich der Landkreis Harz, die Stadt Wernigerode, das Land und die Verwaltung des Nationalparks Harz geeinigt.

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Gemäß eines Sechs-Punkte-Plans dieser vier Akteure sollen neben der Totholzberäumung um Wohnbebauungen unter anderem Brandschneisen errichtet und das Entfernen von Totholz generell ausgeweitet werden. Anfang September hatte ein Brand etwa eine Woche gewütet und dabei mehrere Hektar Wald am Brocken geschädigt. Das Totholz ist nach Ansicht des Forstministeriums ein Hindernis bei einer zügigen und effektiven Brandbekämpfung.