Harz

Großeinsatz in Abbenrode

Großeinsatz für Rettungskräfte am Sonnabend in Abbenrode: diesmal sogar mit Unterstützung aus der Luft.

Abbenrode l Sonnabendnachmittag, 14.19 Uhr. Das Gros der Abbenröder Feuerwehrkameraden dürfte gerade den herrlichen Vor-Frühlingstag genossen haben, als ein Alarm ausgelöst wurde. In einer Wohnung eines Familienhauses soll es brennen. Bei den ersten der Alarmierten dürfte dies ein staunendes „Nanu, schon wieder?“ ausgelöst haben, denn aus dem gleichen Grund waren die Brandschützer bereits am 1. Februar in den Rolandsweg gefahren. Und als die Trupps am vermeintlichen Brandort angekommen waren, wurde die Vermutung Gewissheit: Es war die gleiche betroffene Wohnung wie zu Monatsbeginn.

„Aus einem offenen Fenster sahen wir Rauch und haben sofort den ganzen Aufgang evakuiert. Parallel dazu wurde an der Tür der betroffenen Wohnung geklopft, und der Bewohner öffnete sie selbst“, berichtete Michael Lumme, Pressesprecher der Abbenröder Ortsfeuerwehr. Die Feuerwehr erkundete sofort die Lage und stellte schnell angebranntes Essen in der Küche als Auslöser des Alarms fest.

Der Bewohner der Wohnung wurde von dem Notarzt, der eigens für diesen Einsatz mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel eingeflogen wurde, im Rettungswagen untersucht und zur weiteren Untersuchung und Behandlung mit ins Krankenhaus genommen.

Nach umfangreichen Lüftungsarbeiten durch die Feuerwehr konnten sich die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses wieder in ihre Wohnungen begeben. Auch die Feuerwehr rückte wieder ein und beendete gegen 15 Uhr den Einsatz. Alarmiert worden waren neben den Kameraden aus Abbenrode auch die Nachbarwehren aus Stapelburg und Lochtum.

Wie es um den Gesundheitszustand des betroffenen Wohnungsnutzers bestellt ist, konnte vor Ort nicht geklärt werden. Die Mitbewohner am Rolandsweg ließen aber verlauten, dass sie sich wünschen, nicht mehrmals im Monat nach Brandalarmierungen Hals über Kopf ihre Wohnungen verlassen zu müssen.