Stapelburg l Wer wird Kürbiskönig 2020? Diese Frage beschäftigte die Besucher des jüngsten Kürbisfestes in Stapelburg am meisten. Mit großem Interesse wurde schon bei der Anfahrt der großen Früchte registriert, dass es in diesem Jahr spannender als im Jahr 2019 werden würden. Der Grund war einfach ‑ die drei größten Kürbisse sahen für das ungeübte Auge der Festbesucher zunächst einmal relativ gleich aus.

Allerdings entschied nicht das Auge über die Königskrönung, sondern die unbestechliche Waage, die vom Sparten-Vereinschef Günter Lüders bedient wurde. Dort wurden zwar die Platzierungen entschieden, nicht aber das tatsächliche Endergebnis. Der Grund dafür lag in der Waage selbst. Sie gab zunächst zweifelsfrei an, dass der Kürbis von Julian Must und Hans-Jürgen Werner Platz drei belegte, denn die Waage zeigte 261 Kilogramm für deren größtes Exemplar an. Platz zwei sicherte sich dann Jens Werner, dessen Kürbis stolze 275 Kilogramm von der Waage angezeigt bekam.

Mit Spannung wurde erwartet, mit welchen Resultat der Kürbis von Seriensieger Ingolf Teich den Wettstreit beendete. Und da gab es eine Überraschung – die Waage war nur für Gewichte bis 300 Kilogramm ausgelegt. Da der Kürbis von Ingolf Teich, im Ort besser unter seinem Spitznamen „Schnieps“ bekannt, als einziger die Waage sprengte, war der Sieg klar – nicht aber das Gewicht des Siegerkürbis. Dieses musste auf einer anderen Waage ermittelt werden und brachte letztlich ein Gewicht von 320 Kilogramm in die Siegerliste.

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Die drei Siegerkürbisse werden nun in einen Bad Harzburger Edeka-Markt gefahren und dort wieder ausgestellt. Und die Konkurrenten – die ihre alljährliche Rekordjagd sehr fair und sportlich angehen –überlegen schon jetzt, was sie im nächsten Jahr noch besser machen können. Ingolf Teich verriet zumindest die Hälfte seines Siegergeheimnisses. „Ich lege die Kerne Mitte bis Ende April“, sagte er. Die Setzlinge würden nach den Eisheiligen in einem speziell vorbereiteten Boden gebracht, dessen Zusammensetzung allerdings ein Geheimnis bleibt. Und danach heißt es bis zum Kürbisfest Anfang Oktober eigentlich nur noch gießen, gießen und nochmals gießen. Denn so ein Kürbis ist von Natur aus gewaltig durstig.

Und da der Ehrgeiz der Platzierten diesmal weiter angestachelt wurde, wird schon jetzt mit Spannung die Entscheidung des Kürbisfestes 2021 in Stapelburg erwartet.