Hasselfelde l Nach dem Wohnungsbrand, bei dem am vergangenen Freitag (9. Oktiober)  in Hasselfelde ein 77 Jahre alter Mann ums Leben gekommen ist, geht die Polizei nunmehr nach aktuellem Erkenntnisstand von einem Eigenverschulden des Opfers aus. Wie der Harzer Polizeisprecher Sebastian Piechulik am Dienstag auf Anfrage sagte, gebe es weder Hinweise auf ein Fremdverschulden noch auf einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer. Vielmehr sei nach dem Zwischenbericht des Brandermittlers offenes Feuer wahrscheinlich. „Details sind allerdings noch unklar“, so Piechulik.

Demnach scheinen eine Kerze oder anderweitiges offenes Feuer ebenso denkbar wie beispielsweise eine offene Ofentür. Ein Polizeisprecher hatte am Freitagabend erklärt, dass möglicherweise ein verbranntes und nicht näher definierbares technisches Gerät möglicherweise das Feuer verursacht haben könnte.

Brand zufällig entdeckt

Der Brand war am Freitagmittag eher zufällig wahrgenommen worden, nachdem Nachbarn den 77-jährigen Mieter längere Zeit nicht mehr gesehen hatten. Da Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten, öffnete die Feuerwehr dessen Wohnungstür. Dabei wurde der Brand, der ganz offenkundig kurz vorher mangels Sauerstoff von selbst erloschen war, entdeckt. Nachdem die Feuerwehr die Räume belüftet hatte und giftige Gas entwichen waren, konnten Rettungssanitäter nach dem Mann sehen, ihm jedoch nicht mehr helfen.