Hasselfelde l In einer ausgebrannten Wohnung hat die Feuerwehr Hasselfelde am Freitagnachmittag einen Toten geborgen. Laut Polizei handelt es sich um den 77-jährigen Bewohner, so ein Sprecher des Harzer Reviers am Abend auf Anfrage. Seltsam muten jedoch die Umstände an. Denn der Grund der Alarmierung war kein Brand.

„Die Vermieterin hatte den Bewohner zwei Tage nicht gesehen und sich Sorgen gemacht", teilte Dirk Rieche, Stadtwehrleiter in der Oberharz-Stadt, mit. Über die Notrufzentrale wurden die Kameraden gegen 14 Uhr alarmiert, um die Tür zur Wohnung zu öffnen. Erst dabei wurde nach Rieches Angaben das Drama offenbar. „Die ganze Wohnung war schwarz – und sie war noch heiß", sagte er. Weitere Einsatzkräfte seien nachgeordert worden. Mittels Wärmebildkamera konnte ein noch schwelender Brand ausgeschlossen werden. „Vermutlich ist das Feuer wegen Sauerstoffmangels von allein ausgegangen", erklärt sich Rieche die Sachlage.

Erst nachdem auch der Kohlenmonoxidgehalt in der Luft als ungefährlich eingestuft worden war, konnten die Rettungssanitäter nach dem leblosen Mann sehen – und nur noch dessen Tod feststellen. „Wahrscheinlich ist er in Folge der Rauchgase gestorben", mutmaßt Rieche angesichts fehlender Verbrennungsmerkmale.

Laut Polizeisprecher soll am Montag ein Brandursachenermittler vor Ort Ermittlungen aufnehmen. Nach ersten Erkenntnissen wird vermutet, dass ein bislang undefinierbares technisches Gerät Ursache für das Feuer sein könnte.