Wohngebiet

Ilsenburg gibt Startschuss für künftige Häuslebauer

Von Jörg Niemann
Stadtwerke-Chef Steffen Meinecke, Bürgermeister Denis Loeffke und CKS-Geschäftsfürher Lars Grundmann (von links) geben das erschlossene Bauland am Stadtrand von Ilsenburg für die privaten Investoren frei.
Stadtwerke-Chef Steffen Meinecke, Bürgermeister Denis Loeffke und CKS-Geschäftsfürher Lars Grundmann (von links) geben das erschlossene Bauland am Stadtrand von Ilsenburg für die privaten Investoren frei. Foto: Jörg Niemann

Ilsenburg

Am Ilsenburger Stadtrand in Richtung Stapelburg wird seit August 2020 ein ehemaliges Feld als Baugebiet hergerichtet. Die Stadtwerke Wernigerode als Erschließungsträger und die Wernigerode CKS Bau als mit den Arbeiten beauftragtes Unternehmen wollen mit ihren Planungen und Arbeiten 50 Familien Platz für ein neues Zuhause bieten.

Wie gefragt Bauland in Ilsenburg ist, das hat die Investition schon sehr zeitig gezeigt. Als die ersten Pläne der Investoren öffentlich wurden, gab es bereits Nachfragen und Reservierungen. Zum ersten Spatenstich am 14. August war schon die Hälfte der Baugrundstücke vergeben.

Interessenten aus Oberharz, Wernigerode und Hannover

Stand Dienstag sind alle Grundstücke mehr oder minder an Interessenten vergeben. Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Meinecke sprach von 36 abgeschlossenen Notarverträgen, acht anstehenden Notarterminen und sechs festen Reservierungen – alle 50 Grundstücke sind damit praktisch weg.

„Das neue Wohngebiet sichert der Stadt auch einen nicht zu unterschätzenden Zuzug. Die Menschen, die hier bauen wollen kommen nur zu einem geringen Prozentsatz aus Ilsenburg. Es sind Menschen aus Wernigerode, dem Oberharz, dem Huy, aber auch aus Braunschweig und Hannover dabei, die hier bei uns eine neue Heimat finden wollen“, sagte Ilsenburg Bürgermeister Denis Loeffke (CDU), der am gestrigen Dienstag gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Meinecke und CKS-Geschäftsführer Lars Grundmann mit einem symbolischen Scherenschnitt das fast erschlossene Areal für die Häuslebauer freigab.

Zufahrt über neue Rektor-Lehmann-Straße

Zu erreichen ist das Baugebiet bereits über den Ansatz einer neuen Straße, die eine eigene Zufahrt darstellt und somit den Mahrholzberg und das Wohngebiet Wienbreite – inzwischen als Wienbreite I bezeichnet – nicht mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen belastet. Wie Bürgermeister Loeffke informierte, hat die Straße auch schon einen Namen erhalten, wenngleich sie bislang hauptsächlich auf dem Papier steht. „Rektor-Lehmann-Straße“ wird sie laut Stadtratsbeschluss heißen und ist einem Mann gewidmet, der als Schulleiter vor allem in der Heimatforschung aktiv war und eine sehr wichtige Stadtchronik geschrieben hat.

Hintergrund: Am Waldrand hinter dem jetzt zu bebauenenden Gebiet steht die sogenannte Rektor-Lehmann-Bank, die bereits dem Heimatforscher gewidmet war. Zwangsläufig lag es nahe, auch die künftige Straße nach ihm zu benennen.

Häuser sollen bis 2022 gebaut werden

Perspektivisch sollen die Hausbau-Arbeiten an den einzelnen Grundstücken vor allem in diesem und im nächsten Jahr erfolgen. Einige Käufer sollen sich zunächst auch erst einmal nur für die Zukunft das Bauland gesichert haben. Wann jeder Käufer nun sein Grundstück bebaut, ist einzig und allein seine Sache.

Wie es mit der Stadt Ilsenburg in Richtung weitergeht, steht gegenwärtig noch in den Sternen. Interesse an weiteren Erschließungen scheint bei allen Partnern vorzuliegen und sicher wird es auch weiter interessierte Bauherren geben.