Blaulicht

Jugendlicher aus Elend bei Corona-Party im Sauerland

Von Katrin Schröder
ARCHIV - 10.02.2014, Freyburg: Sekt wird in ein Glas gegossen. Ob es an der Corona-Krise liegt, bleibt unklar: Doch aktuell trinken einer neuen Umfrage zufolge mehr Erwachsene häufiger zur Beruhigung Alkohol als noch vor gut zwei Jahren. (zu dpa: «Umfrage: 2021 Alkohol öfter zur Beruhigung als noch 2018») Foto: Peter Endig/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ ZB

Brilon/Elend

Eine Corona-Party im Sauerland am Karfreitag hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Mit dabei war ein Jugendlicher aus dem Oberharz-Ortsteil Elend. Laut Polizei des Hochsauerlandkreises sind die Beamten am Freitagabend um 21.30 Uhr nach einer Beschwerde von Nachbarn über laute Musik zu einem Ferienhaus in Brilon ausgerückt.

Dort trafen sie auf insgesamt 19 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 24 Jahren, die aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands und der Schweiz stammten, zum Beispiel aus Berlin, Basel, Baden-Baden, Duisburg, Tangerhütte und Elend. „Nach ersten Erkenntnissen verabredeten sich die jungen Erwachsenen via Instagram“, heißt es im Polizeibericht.

Offenbar hatten sie nicht damit gerechnet, beim Feiern erwischt zu werden. „Beim Anblick der Streifenwagen versuchten mehrere Personen, aus den Fenstern zu flüchten“, heißt es im Polizeibericht des Hochsauerlandkreises – gelungen ist es ihnen nicht. Stattdessen wurden die Personalien aufgenommen und die Eltern der noch minderjährigen Teilnehmer benachrichtigt.

Gemietet für Geschäftstreffen

Es stellte sich heraus, dass das Haus für ein geschäftliches Treffen für fünf Personen angemietet worden war, der notwendige Nachweis dazu war vorgelegt worden. Von Arbeit konnte aber keine Rede sein: Die Polizei fand eine Zapfanlage, eine Musikanlage sowie mehrere Sekt- und Champagnerflaschen vor. Alle Partygäste waren mit Gepäck angereist. Gegen sie wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Außerdem wurde Strafanzeige erstattet, weil diverse Fälle von Sachbeschädigung hinzukamen. Unter anderem wurden in dem Haus Feuerlöscher ausgeleert.