Wernigerode/Schierke l Lange hat der Wernigeröder Stadtrat darauf warten müssen, nun ist es enthüllt: Das Ganzjahreskonzept für das Tourismusgebiet am Schierker Winterberg ist am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Die Schweizer Tourismusexpertin Silvia Schlecht stellte den ersten groben Entwurf im Schierke-Ausschuss vor. Im Fokus ihres Konzeptes stehen die Tierwelt des Harzes, seine Geschichte und die reiche Kulturlandschaft. Zielgruppe sind Familien und insbesondere der „bewegungsliebende Kulturtourist“. Leitmotiv ist der Luchs.

Höhlenwelt auf 450 Quadratemetern

Um die Harzer Raubkatze dreht sich auch die Hauptattraktion, die direkt am an der Mittelstation gelegenen Speichersee entstehen soll: Das „Nocturnalium“. Von außen betritt der Besucher eine Höhlenwelt, die ihn in eine halbunterirdische multimediale Klang- und Erlebniswelt auf 450 Quadratmetern entführt.

Unweit des Luchs-Universums plant die Projektgruppe um Silvia Schlecht eine Kletterwelt. Ist der Turm einmal erklommen, bietet sich den sportiven Gästen ein Ausblick auf Harz und Brocken. Über eine Riesenrutsche kann die Kletterstation wieder verlassen werden.

Skyglider noch nicht sicher

Ein Holz- und Wasserspielplatz, genannt „Mimikry“, rundet das Angebot für Familien ab. Unter dem Motto „Sei geschickt wie die Tiere des Waldes“ können Besucher in dem Park aus Naturmaterialien ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Spektakuläre Aussichten verspricht der „Skyglider“. Dort geht es für die Besucher in einer großen dreidimensionalen Eule an einem Stahlseil entlang vom Winterberggipfel zum Loipenhaus. Das Flugerlebnis über 400 Meter ist allerdings noch vage – es stehen länderübergreifende Abstimmungsprozesse an.

Ihr Thema ist das Bergerlebnis: Silvia Schlecht hat bereits jahrelange Erfahrung in der Konzeption von touristischen Angeboten. So entstand unter ihrer Federführung eine virtuelle 360-Grad-Sicht im Schweizer Jungfernjoch – ein Ort, an dem „an 70 Prozent aller Tage schlechtes Wetter“ herrscht und der dennoch mit einem besonderen Erlebnis aufwarten wollte. Den Winterberg-Investor Gerhard Bürger kennt sie bereits seit 15 Jahren. In seinem Auftrag hat sie bereits die Glasmanufaktur Derenburg beraten – und nun das Konzept für den Winterberg erstellt.