Hasselfelde l Schlimmstes, wie gar eine Absage des Rennens, ist im Vorfeld befürchtet worden und dann doch nicht eingetreten. Pünktlich am Sonnabendvormittag gingen die ersten Hundegespanne zum 18. Schlittenhunderennen „Pullman City Quest“ in der Westernstadt bei Hasselfelde auf die Strecke.

„Es sah ja sehr nach Dauerregen aus, manche rechneten auch mit Überschwemmungen – aber es ist doch wieder ein gutes Rennen geworden“, resümierte Rennleiter Wolf-Dieter Polz am Sonntagabend das Ereignis. Gerade brachen die letzten Teilnehmer ihre Zelte ab, fuhren mit Wagen für Mensch und Hund nach Hause.

75 Starter

Insgesamt 75 Starter aus nah und fern starteten bei dem zweitägigen Rennen in zwei Läufen und kamen sicher im Ziel an. „Kein Musher, also Wagenlenker, und kein Hund ist verletzt worden, der ganz große Schlamm blieb uns erspart“, so Polz nach der Siegerehrung.

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Im Hauptstarterfeld der Wagen mit vier Hunden gab es insgesamt 26 Musher in den Klassen C1 und C1/ Happy Dog.

Gut trainierte Hunde

Sieger in der C1-Klasse mit 21 Startern wurde Favorit Götz Bramowski aus Wefensleben mit Sibirian Huskies - dicht gefolgt von einem Harzer, dem Benneckensteiner Mike Justkowiak auf Platz zwei, ebenfalls mit vier offensichtlich gut trainierten Huskies. Platz drei in dieser Klasse erreichte Friedhelm Splitter aus Hessen. Sechs Teilnehmer starteten danach in der Klasse C1/ Happy Dog – der Name bedeutet „Glücklicher Hund“ und steht für ältere Schlittenhunde ab acht Jahre. Sieger in dieser besonderen Klasse wurde Jonas Wischeropp aus Sachsen-Anhalt mit einer so guten Zeit, wie Rennleiter Polz informierte, dass der Mann mit seinen „Althunden“ im Rennen der jüngeren Hunde glatt Platz drei erreicht hätte. Eine Art Ruhestandshunde seien die Happy Dogs also keinesfalls.

In der Klasse mit den meisten Hunden vor dem Wagen – sieben bis acht – siegte Silvio Spruth vor Sebastian Schulz und André Bobek, alle mit acht Sibirian Huskies unterwegs. Vierter wurde Thomas Mücke aus Niedersachsen, seit dem Schlammrennen 2007 immer wieder gerne dabei.

Insgesamt wurde in mehr als zehn Kategorien gestartet, gab es ein Rahmenprogramm mit bunten Angeboten in der Westernstadt für die zahlreichen Besucher. Hauptattraktion blieben aber die Rennhunde selbst. Sie wurden vielfach bestaunt und einige – mit Erlaubnis der Halter - auch gern mal gestreichelt. Für manchen war das ein Zusatzerlebnis wie etwa auch der Blick auf die friedlich grasenden Bisons, die sich vom Hundegebell nicht stören ließen.

Winterliches Ambiente

„Etwas gezittert hatten wir noch in der Nacht zu Sonntag, als es bis 23 Uhr regnete und später anfing zu schneien“, räumt Wolf-Dieter Polz ein. Die Veranstalter und Gastgeber in der Westernstadt hatten Sorge, dass es nun plötzlich Eisglätte geben könnte. „Das war nicht der Fall, es war sehr matschig, aber ringsum schön weiß“, so Polz, „wie es sich für ein Schlittenhunderennen gehört.“ So habe es wenigstens am zweiten Tag das von vielen ersehnte winterliche Ambiente gegeben.

Nächste Harzer Schlittenhunderennen sind am 27. und 28. Januar in Benneckenstein und am 3. und 4. Februar in Clausthal-Zellerfeld geplant.