Zahl der Fünftklässler an den Harzer Gymnasien

Die Anmeldefrist für das Gymnasium Thale läuft noch bis zum heutigen Freitag. Ursprünglich hatte es laut Kreisverwaltung 41 Anmeldungen für Thale als eigenständiges Gymnasium gegeben. Damit wurde die Mindestschülerzahl von 50 Fünftklässlern nicht mehr erreicht. Aufgrund der drohenden Schließung wechselten künftige Thalenser Fünftklässler an andere Schulen, sodass es mit Stand Donnerstag laut Kreisverwaltung noch 25 Anmeldungen für Thale gab. Zehn Schüler waren nach Quedlinburg und vier nach Blankenburg gewechselt. Die Mindestschülerzahl von 50 Fünftklässler gilt laut Bildungsministerium nach der Fusion nicht mehr für Thale allein, sondern nur noch für Thale und Blankenburg in Summe.Aktuell sind so viele Fünftklässler für das nächste Schuljahr an den Gymnasien angemeldet: GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg: 84

Gymnasium Am Thie Blankenburg: 75Wolterstorff-Gymnasium Ballenstedt: 53

Käthe-Kollwitz-Gymnasium Halberstadt: 42Gymnasium Martineum Halberstadt: 136

Fallstein-Gymnasium Osterwieck: 65GHG Wernigerode: 73

Stadtfeld-Gymnasium Wernigerode: 88

Blankenburg/Thale/Magdeburg l Rund um Thale kann aufgeatmet werden: Das mittelfristig von der Schließung bedrohte Europa-Gymnasium „Richard von Weizsäcker“ kann als Außenstelle des Thie-Gymnasiums in Blankenburg fortbestehen. Nachdem am Mittwoch der Kreistag bei vier Enthaltungen fast einmütig die Weichen für diese Fusion gestellt hatte, gab am Donnerstag auch Eva Feußner (CDU), Staatssekretärin im Bildungsministerium und Chefin des Landesschulamtes, ihren Widerstand gegen die Entwicklung vor Ort auf. Mehr noch: Ihr Sprecher Stefan Thurmann erklärte kurz 16 Uhr: „Wenn der Harzer Landrat jetzt einen Antrag stellt, der den Kreistagsbeschluss abbildet, haben wir kein Problem.“ Dann werde es eine „schnelle“ und „sehr wohlwollende Prüfung“ geben.

Genau das werde er nun umgehend tun, kündigte Landrat Martin Skiebe an. Der CDU-Politiker wertete die Entwicklung in den vergangenen Tagen als Erfolg auf ganzer Linie. „Nunmehr ist klar, dass unser Beschluss akzeptiert wird“, so Skiebe fast zeitgleich mit Thurmann und nach einem Telefonat mit Feußner gegenüber der Volksstimme. Ähnlich reagierten auch andere Politiker: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit dieser Diskussion und dem Beschluss das Thema jetzt abgearbeitet haben.“ Der Harzer CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Thomas sprach von einem „guten Tag für die Region. Insbesondere die Schülern und Eltern, aber auch die Verantwortlichen in den Schulen haben nun Planungssicherheit.“

Was insbesondere für die Eltern und Schüler gilt: Für sie läuft am Freitag, 3. Juli, die formelle Anmeldefrist ab. Thale war als eigenständiges Gymnasium ins Wanken geraten, weil die Zahl der Fünftklässler unter die magische Marke von 50 gerutscht war. Vor der Debatte um Thale lag sie laut Kreisverwaltung bei 41, mit Stand Donnerstag bei 25, weil verschiedene Schüler nach Quedlinburg oder Blankenburg wechseln wollen. Diese Zahlen, machte Ministeriumssprecher Thurmann am Donnerstag klar, seien nun zweitrangig. Mit dem Fusionsvotum von Blankenburg und Thale mit Thale als Außenstelle, gelte jene Mindestschülerzahl für beide Standorte in Summe. Soll heißen: Ein glattes Happyend für Thale.

Die Volksstimme berichtet in der Printausgabe und im E-Paper am 3. Juli ausführlich über die Entwicklung und die endgültige Rettung des Weizsäcker-Gymnasiums Thale.