Wernigerode l „Es konnte kein einziger Tag mit 30 Grad Celsius oder mehr verzeichnet werden“, sagt Ralf Schult im Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport. Aufgrund des schlechten Wetters sei das Wernigeröder Waldhofbad im September zudem früher geschlossen worden. Dem städtischen Bäderchef zufolge haben nur 14.162 Gäste die traditionsreiche Anlage in diesem Jahr besucht. 2016 waren es immerhin 27.757 Besucher. Kurios sei, dass genau wie 2016, 132 ermäßigte 12er-Karten verkauft worden seien. „Daran sieht man, dass das Angebot von denselben, möglicherweise sozial schwachen Besuchern genutzt wird.

Wasserspielplatz beliebt

In seinem Resümee verweist Schult auf die Investionen, die die Verwaltung im Waldhofbad und in der Schwimmhalle angeschoben hat. So wurde ein neuer Wasserspielplatz aufgebaut. „Dieser wird sehr gut von Familien und Kindern angenommen“, so Schult. Für Familien mit Kleinkindern wurde zudem das kleine Becken teilweise mit einem Sonnensegel ausgestattet. 25 Jahre sei die letzte umfangreiche Sanierung des Waldhofbades her. Der Brand im Jahr 2012 habe zwar den Effekt gehabt, dass die Technik teilweise erneuert wurde. Schult: „Pumpen, Sanitärräume und das große Becken müssen aber noch saniert werden.“

Neues Kraftwerk

Auch in der Schwimmhalle seien in den Sommerferien diverse Projekte umgesetzt worden. So wurde die komplette Heizungsanlage mit Ergänzung eines Blockkraftheizwerkes erneuert. Finanziert wurde dies über einen Contracting-Vertrag mit den Stadtwerken. Damit die Mitarbeiter des Energieversorgers, die für die Wartung Sorge tragen, bei Störungen Tag und Nacht einen eigenen Zugang zum Heizungsraum haben, wurde eine neue Kellertreppe angebaut. Zudem wurden das Filtergehäuse der Umwälzpumpe und tragende Rohrschellen ausgewechselt. Ebenfalls eingebaut wurde eine neue Steuerung und Mechanik für die Haupteingangstür.

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„In der Sauna wurden die Teile der Fußbodeneinläufe erneuert“, so Ralf Schult. Ebenso seien die Silikonfugen im Schwimmbecken ausgebessert worden. Notwendig war auch der Ersatzeinbau eines neuen Luftschleiergerätes im Eingangsbereich. Im selben Zuge wurde dort eine neue Gipskartondecke eingezogen. Rund um das kleine Becken wurde damit begonnen, die Deckenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umzustellen. Aufgrund einer Havarie musste ein Filter repariert werden. „2018 muss eine große Sanierung des Filters erfolgen“, so Schult. Mindestens 30.000 Euro seien dafür notwendig.

Derzeit werde eine neue Nutzungs- und Entgeltordnung für die Schwimmhalle erarbeitet. Im nächsten Kulturausschuss werde diese präsentiert.