Wernigerode l Es ist immer wieder bemerkenswert, wie die Wernigeröder es hinbekommen. Die meisten Sturmschäden, die „Friederike“ am Donnerstag in der Stadt hinterlassen hatte, waren Freitag behoben. Und die gefragtesten Leute: Dachdecker und Männer mit Kettensägen.

Eis-Arena wieder offen

„Seit dem frühen Morgen sind alle auf Achse“, sagt Tobias Kascha. Das Engagement der städtischen Mitarbeiter und vieler Einwohner imponiert dem Pressesprecher des Rathauses. Gegen Mittag meldet er: „Alles gesichert, Baumschäden abgearbeitet, müssen aber noch fortgesetzt werden, Bauzäune zur Sicherung aufgestellt, da wo Dachziegel runter gekommen sind.“ Die Schierker Feuerstein-Arena ist wieder offen, im Stadtwald die Zufahrt zur Ausflugsgaststätte Armeleuteberg frei geschnitten. „Bislang schätzen wir mindestens 1000 Festmeter Schadholz“, sagt Tobias Kascha.

Loipen nicht gespurt

So wie die Nationalparkverwaltung warnt auch er davor, Wälder zu betreten. Zum einen ist die Gefahr groß, dass weitere Bäume umstürzen, zum andere sind Wege mit Schadholz übersät. Deshalb werden alle Loipen zum Wochenende nicht gespurt. „Es gibt genügend andere Ausflugsziele und Betätigungen“, sagt Nationalpark-Pressechef Friedhart Knolle.

Bilder

Schlimmer als Kyrill in Schierke

Schlimmer als bei „Kyrill“ vor elf Jahren hat es die Umgebung von Schierke getroffen. Große Schäden sind im Wald am Winterberg. Straßen und Forstwege mussten frei geschnitten werden. „Die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz, ihnen ein großes Kompliment“, sagt Ortschefin Christiane Hopstock.

Aufräumen nach dem Sturm

Wernigerode (um) Orkantief "Friederike" hat sich im Harz ausgetobt. Nun werden die Verwüstungen aufgeräumt. Aktuelle Informationen unter www.volksstimme.de/friederike18

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerod räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerod räumen Mitarbeiter der Strassenmeister...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Aufräumen nach dem Sturm: Umgestürzte Bäume entlang der Brockenstraße. Foto: Brockenwirt

    Aufräumen nach dem Sturm: Umgestürzte Bäume entlang der Brockenstraße. Foto: ...

  • Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn bei Räumarbeiten auf den Gleisen, hier bei bei Drei Annen Hohne. Sonnabendfrüh wird entscheiden, ob die HSB-Züge von Wernigerode wierder bis zum Brocken verkehren. Foto: Dirk Bahnsen/HSB

    Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn bei Räumarbeiten auf den Gleisen, hier bei bei Drei An...

  • Aufräumen nach dem Sturm: Dachdecker haben Hochkonjunktur. Foto: Regina Urbat

    Aufräumen nach dem Sturm: Dachdecker haben Hochkonjunktur. Foto: Regina Urbat

  • Im Harzwald hat das Orkantief

    Im Harzwald hat das Orkantief "Firederike" große Schäden angrichtet. Foto: Regina Urbat

  • Nach dem Orkantief

    Nach dem Orkantief "Friederike" laufen die Aufräumarbeiten in den Harzer Wäldern auf Ho...

  • Blick vom Harzresort in Schierke auf den Barenberg, den Orkantief

    Blick vom Harzresort in Schierke auf den Barenberg, den Orkantief "Friederike" hart getroffen hat...

Glück für Camper

Verschont blieb der Campingplatz „Am Stern“ bei Schierke. „Keiner verletzt, nur unser Zaun wurde durch umstürzende Bäume zerstört“, sagt Chefin Corina Nitschke. Das sei auch gut so, denn zum Wochenende haben sich Gäste angemeldet, darunter sogar „echte Zelt-Camper“.

Schlachtfeld in Drei Annen Hohne

Ab 400 bis 500 Meter Höhe sieht es im Wald aus wie auf einem Schlachtfeld, besonders krass in Drei Annen Hohne. Dort wurde im Vorjahr ein Waldstück ausgelichtet, nun ist es fast ganz licht. Bis zu 80 Bäume liegen dicht am Fahrbahnrand der L 100, es duftet nach frisch geschlagenem Nadelholz.

HSB unter Dampf

Und immer wieder Motorsägen-Lärm. Da von Waldarbeitern, dort von Mitarbeitern der Harzer Schmalspurbahnen (HSB). Ziel ist, so Dirk Bahnsen, die Gleise bis zum Harzgipfel frei zu bekommen, damit die Brockenbahn ab Sonnabend wieder regulär fährt. „Wir tun unser Bestes“, sagt der HSB-Pressesprecher. Denn eins sei Fakt: „Friederike“ ist abgezogen, „wir Touristiker im Harz freuen sich auf den Besuch.“