Blankenburg

Timmenrodes marode Sporthalle wird endlich flott gemacht

Start für die lange geplante Sanierung der Timmenröder Sporthalle. In drei Bauabschnitten, die sich wegen Förderauflagen bis ins Jahr 2023 hinziehen, werden die Fassade gedämmt, neue Fenster sowie eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage eingebaut.

Von Jens Müller
Baustart zu Sanierung der Sporthalle in Timmenrode. Hier erläutert Architekt  Steffen Köhler Schulleiterin Iris Schrader und Bürgermeister Heiko Breithaupt (vorn von links) den Bauablauf.
Baustart zu Sanierung der Sporthalle in Timmenrode. Hier erläutert Architekt Steffen Köhler Schulleiterin Iris Schrader und Bürgermeister Heiko Breithaupt (vorn von links) den Bauablauf. Foto: Jens Müller

Timmenrode - „Im Winter war sie oft kalt. Außerdem hat es an manchen Stellen durchgeregnet, so dass wir in den Umkleiden Eimer aufgestellt haben, um das Wasser aufzufangen“, beschreibt Timmenrodes Schulleiterin Iris Schrader die gröbsten Mängel der Timmenröder Sporthalle. Umso mehr freute sie sich, dass jetzt offiziell die Sanierung des Gebäudes – Baujahr 1987 – begonnen hat. „Die Kinder freuen sich sehr auf eine schöne neue Turnhalle“, so Iris Schrader.

675.000 Euro Fördermittel vom Bund

Doch nicht nur die Schüler haben Grund zur Freude. Die Halle wird auch von den Vereinen, von Freizeitsportlern und den Kindergarten-Knirpsen genutzt. „Deshalb ist es ein guter Tag für Timmenrode, für die Schule und alle sportlichen Aktivitäten im Ort“, sagte Blankenburgs Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU), der sich von den Arbeiten auch eine optische Aufwertung verspricht. „Das rundet das Gesamtbild für den Ort ab“, so Breithaupt, der besonders der Harzer Bundestagsabgeordneten Heike Brehmer (CDU) dankte, die sich für die finanzielle Förderung des Projektes durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ eingesetzt hatte. Insgesamt können nun 780.000 Euro in die Sanierung der Halle investiert werden, allein der Bund steuert 675.000 Euro bei.

Moderne Wärmerückgewinnungs-Anlage

Wie Karsten Wrabetz, zuständiger Mitarbeiter des Bauamtes, erklärte, müssen die Arbeiten laut Förderbescheid in drei Jahresscheiben aufgeteilt werden. In diesem Jahr werden demnach das Dach gedämmt, die Fenster und Türen erneuert. Im kommenden Jahr soll die Fassadendämmung und der Innenausbau folgen. Im Jahr 2023 werden eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut sowie die Heizungsanlage und die Haustechnik erneuert. Vor allem durch die neue Heizung verspricht sich die Stadtverwaltung einen merklichen Einspareffekt.

Laut Architekt Steffen Köhler sollen die Innenarbeiten wenn möglich in den Ferien stattfinden, so dass der Schulsport nicht beeinträchtigt wird. Wie er weiter ausführte, erhalte das Gebäude eine effektive Gas-Brennwertheizung. Die erzeugte Wärme werde über Deckenstrahler in die Halle abgegeben. Die langen Aufwärmzeiten der aktuell hinter den Prellwänden „versteckten“ Heizkörper gehöre dann der Vergangenheit an. „Die Halle ist dann innerhalb von zwei Stunden warm.“

Mehr Platz in neuen Räumen

Neben den technischen Neuerungen werden laut Planung auch räumliche Veränderungen vorgenommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sollen neben einem barrierefreien Eingang noch ein barrierefreier Sanitär- und Umkleideraum, ein Sanitär- und Umkleideraum für Lehrer, ein Technikraum und ein zusätzlicher Geräteraum geschaffen werden – ergänzt durch neue Decken in den Umkleiden und im Flur und moderne LED-Lichttechnik.

Iris Schrader: „Mit der Beleuchtung, der Heizung und noch mehr Platz können wir rundum zufrieden sein.“