Wernigerode l Der Weihnachtsmarkt in der bunten Stadt am Harz ist in seiner Vielfalt kaum zu toppen. Vorausgesetzt man ist informiert. Deshalb sind zwei Prospekte ein Muss für einen erlebnisreichen Weihnachtsmarktbesuch: zum einen das Programmheft „Weihnachtliches Wernigerode“, zum anderen der „Lebendige Adventskalender“.

Die Wernigeröder Stadtverwaltung als Veranstalter hat auf 38 Seiten die Veranstaltungen des Rahmenprogramms aufgeführt. Auf Plänen im Heft sind alle 44 Buden und Aktionsstände mit Nummern versehen abgedruckt. Zudem gibt es eine Beschreibung, was genau wo angeboten wird, ob traditionelle Handwerkskunst, kulinarische Leckereien und der Glühwein in vielen Varianten. Ein ausgezeichneter Wegweiser, gut aufgemacht und übersichtlich.

  • Gleichauf in der Qualität und ebenfalls Tipp Nummer eins: der „Lebendige Adventskalender“ mit seinen 24 Türchen. Hinter jeder verbirgt sich ein Erlebnis für Familien, bestens geeignet als kleine Überraschung in der Vorweihnachtszeit. Dazu gehören Freizeitvergnügen, Bastelstunden oder Bummel über kleine Adventsmärkte. Der Kalender ist in der Touristinformation erhältlich, so lange der Vorrat reicht. Wer es moderner mag - im Internet werden die Überraschungen hinter jedem Türchen „gelüftet“ – unter www.wernigerode-tourismus.de

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Goethe verirrte sich auf Kunsthandwerkerhof

  • Geheimtipp Nummer zwei: etwas abseits vom Trubel in den Kunsthandwerkerhof eintauchen. Das Kleinod in der Marktstraße 1 kaum betreten, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Die Werkstattläden in dem historischen Ambiente laden zum Stöbern ein. Glas, Keramik, Schmiedekunst, Antikes, Holzspielzeug und die original Harzer Zipfelmütze sind hier zu haben. Das patentierte Strickwerk in vielen Farben und in wirklich allen Größen hat schon so manchen Besucher begeistert. Die von Christel Reisdorf angefertigten witzigen Mützen lassen sich nämlich in vielen Variationen tragen. „Deshalb haben sie ja auch alle eine Schlaufe und einen Holzknopf“, sagt die Wernigeröderin, die den „coolen Gebrauch“ gern vorführt. Übrigens: Schon Dichterfürst Goethe soll sich 1777 nach einer ausgiebigen Zechtour durch die Gasthäuser der Stadt auf dem Kunsthof verirrt haben.
  • Zum Publikumsliebling avanciert der Wintermarkt hinter dem Rathaus. In diesem Jahr präsentiert sich unser Tipp Nummer drei unter einem neuen imposanten Stern, „wie alles hier, Marke Eigenbau“, verrät ein Mitarbeiter der Wintermarkt UG. Die private Initiative bietet auf der Bühne täglich von 17 bis 19 Uhr Livemusik, die schiefen Buden – im Baustil dem Museum Schiefes Haus angepasst – laden zum Laben ein. Die Musiker und Bands wie Cellart, 3G, Timles, Denis, Jack Wolf, Andreas Tust oder Kolja Follak verbreiten so gute Laune, dass die Blumenuhr der gesellige Treff zum Weihnachtsmarkt ist.
  • Wer all den Klängen und dem Gewirr entfliehen will, dem sei Tipp Nummer vier empfohlen: einfach Innehalten im Advent. Möglichkeiten bieten sich vor der Krippe auf dem Marktplatz, wo immer freitags um 18 Uhr kurze Andachten stattfinden, oder in der Liebfrauenkirche. Das Gotteshaus in der Burgstraße ist täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Stille und Besinnlichkeit genießen kann man auch bei einem Spaziergang auf dem Krippenweg durch Wernigerode. In den Fenstern vieler Geschäfte und Häuser in der Altstadt sind ganz unterschiedlich gestaltete Krippen zu entdecken.
  • Tipp Nummer fünf ist von der Stadtverwaltung Wernigerode selbst als Geheimnis angekündigt worden. Das hat die Neugier der Volksstimme geschürt. In der Tat hört sich das Angebot der neuen Mitwirkenden verlockend an, was auf dem Hof neben der Krellschen Schmiede die Besucher erwartet. Österreichische, bergische und türkische Weihnachtsspezialitäten, eine angesagte Würstchenvariation bei jungen Leuten und Punsch aus Gerstensaft.
    Knisterndes Feuer in Eisenkörben sollen für Wärme sorgen. Halten die Wirte Wort, wird der Schmiede-Hof ein lauschiges Plätzchen und die Attraktivität der unteren Breiten Straße zum Weihnachtsmarkt in Wernigerode steigern.

Haben Sie, liebe Leser auch einen Gemeimtipp für den Weihnachtsmarkt-Besuch, dann schreiben sie uns diesen per E-Mail: redaktion.wernigerode@volksstimme.de