Schierke l Anders als Petrus hat sich Schierke zum Auftakt der Wintersportwochen von seiner besten Seite gezeigt. Loipen und Rodelhänge waren präpariert, das Eis in der Arena spiegelglatt gewischt. So strömten trotz des mittelmäßigen Wetters viele Tausend Besucher in den Brockenort, um sich im Schnee und auf dem Eis zu vergnügen.

Zusätzlich zu den optimalen Bedingungen waren die Veranstaltungen der Wernige­röder Tourismus GmbH (WTG) allemal eine Werbung für den Wintersportort Schierke. Auch die Mitglieder des Eishockeysportvereins (ESV) im Ort haben dazu beigetragen.

Die Kufencracks schlugen sich nicht nur im Vorrundenturnier um die Deutsche Podhockeymeisterschaft beachtlich und leisteten große Unterstützung bei der Ausrichtung der Meisterschaft. Sie war unter Federführung der Eis­suite gGmbH am Ende für alle 15 Teams, die aus vielen Teilen Deutschlands anreisten, ein „tolles Erlebnis“, sagt ESV-Chef Bernd Riemenschneider.

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Absage für Pondhhockey-Meisterschaft?

Irritiert zeigten sich einige Spieler über die Äußerung eines städtischen Mitarbeiters am Rande des Turniers, die darauf zielte, dass Schierke die Pondhockeymeisterschaft künftig nicht mehr haben möchte. Bernd Riemenschneider sagt dazu: „Das wäre schade, denn wir allein können solch ein Turnier nicht ausrichten.“

Ebenso sieht es Mario Vordank, Chef der Floorballer aus Wernigerode und wie die Schierker bei der Meisterschaft dabei. Für die Red-Devils sei das Turnier eine willkommene Abwechslung zum Sport auf dem Hallenparkett und Spaß zugleich. „Außerdem ist es für die Schierker Arena und den Eishockeysport eine tolle Werbung“, sagt Mario Vordank.

Weder zu der Äußerung noch zu einer nächsten Auflage der Pondhockeymeisterschaft wollte sich Eissuite-Geschäftsführer Ralf Herrmann äußern. Er sei letztendlich mit der Austragung des Qualifikationswettbewerbs in Schierke sehr zufrieden. „Stimmungsmäßig war es einfach toll.“ Die Unterstützung vom ESV, von der WTG, vom Team der Eisarena und vom Bauhof sei „bestens“ gewesen. Ebenso die Zusammenarbeit mit DJ Vossi. „Darüber habe ich mich sehr gefreut“, sagt Herrmann.

Ärger um Termin und Gebühren für Arena

Erspart hätte er sich gern den Ärger im Vorfeld. Diesen gab es wegen des Austragungstermins in der Ferienzeit und der neuen Gebührensatzung für die Eisarena. Der Termin 2./3. Februar wurde ihm als Veranstalter bereits 2018 zugesagt. Damals von der WTG, die für die Eisarena noch zuständig war, bevor im Frühjahr die Verantwortung zum neuen Betriebsamt der Stadtverwaltung Wernigerode wechselte.

Wegen der Winterferien in Niedersachsen rechnete das Betriebsamt mit einem großen Besucheransturm in der Eisarena und hätte den Termin gern verlegt. Für Herrmann zu spät, die Teams hatten schon gebucht. So entstand der Kompromiss, das Turnier am Sonnabend von 13 bis 16 Uhr für freies Eislaufen zu unterbrechen. „Das ist untypisch, wurde aber akzeptiert“, so Herrmann

Teure Miete und kaum Sponsoren

Bitterer sei für ihn, dass er für die Austragung der Meisterschaft bei der Miete der Eisfläche dreimal so viel bezahlen müsse wie in anderen Turnierorten. Hinzu komme, dass die Sponsorensuche in Schierke schwer sei und die Rechte der Versorgung in der Eisarena an einen Dritte vergeben sind. Herrmann geht es bei der Meisterschaft, für die kein Eintritt kassiert wird, nicht um Profit, eher um Fairness und ein besseres Miteinander.

Für die Stadtverwaltung sei das Turnier „ein schönes zusätzliches Winterangebot in der Schierker Feuerstein-Arena“, heißt es auf Volksstimme-Nachfrage. Es habe tolle und spannende Partien gegeben, „aber leider auch relativ wenig Zuschauer“. Zur Fortsetzung 2020 habe es noch keine Gespräche gegeben. Vorerst würde eine Auswertung mit der Eissuite und WTG als Koveranstalter anstehen.